Notfallzentrale im Falle von Tierseuchen

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Sie testen die Arbeitsplätze mit modernen Laptops: Kurt Warlies (v.l.), Paul-Gerhard Dohmke und Bernhard Kaufhold. Foto: Jaeger

Landkreise eröffnen gemeinsames Krisenzentrum

Bad Segeberg. Die Weichen für den Ernstfall sind gestellt: Sollte in naher Zukunft in Schleswig-Holstein die Schweinepest oder die Maul- und Klauenseuche ausbrechen, dann sind die Landkreise Segeberg, Stormarn und Lauenburg bestens gerüstet. Das neue, gemeinsame Krisenzentrum für die drei Landkreise im ersten Stockwerk der Kreisfeuerwehrzentrale in Bad Segeberg ist startbereit.
„Wenn drei an einem Strang ziehen, dann ist das eine gute Sache“, sagte Klaus Plöger. Der Landrat des Kreises Stormarn, begleitet von den Stormarner Amtstierärzten Dr. Karlheinz Reisewitz und Dr. Paul-Gerhard Dohmke aus Bad Oldesloe, hatte sich im Krisenzentrum von den Ausführungen des Leitenden Kreisveterinär-Direktors Dr. Kurt Warlies (Bad Segeberg) überzeugen lassen. „Wir sind jetzt schlagkräftiger geworden“, glaubt Plöger. „Wir können nur hoffen, dass der Ernstfall gar nicht erst eintritt.“ Ähnlich sahen das nach den zweistündigen Expertenvorträgen auch die Segeberger Landrätin Jutta Hartwieg und ihr Lauenburger Amtskollege Gerd Krämer. Im Krisenzentrum Tierseuchen, ausgestattet mit 14 volleingerichteten Büroarbeitsplätzen, sieben mobilien Arbeitsplätzen, 19 Telefonen mit separater Nummer und einem Multifunktionsgerät (Drucken, Faxen, Scannen, Kopieren), wird es zu einem kreisübergreifenden Einsatz des Fachpersonals im Krisenfall kommen. Grundlage bildet ein öffentlich-rechtlicher Vertrag der Kreise aus dem Jahr 2009. „Grundgedanke war, die Effektivität in der Bekämpfung hochansteckender Tierseuchen mit dem Ziel zu erhöhen, den volkswirtschaftlichen Schaden für die Region möglichst gering zu halten“, sagte Kreisveterinär Kurt Warlies. Erinnert sei an die letzteSchweinepest in Deutschland vor 19 Jahren, von dem auch die Kreise Stormarn und Segeberg erheblich betroffen waren. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden betrug nach Schätzung von Experten rund eine halbe Milliarde Euro. In den drei Kreisen werden zusammen etwa 120 000 Rinder, über 400 000 Schweine und fast 1,4 Millionen Enten, Gänse und Hühner gehalten.
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