Nur wenige Fortschritte

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Marion Arpe und Jürgen Fahl auf der Baustelle des Hallenbades. Foto: H.-E. Jaeger

Hallenbad soll jedoch im Frühjahr wiedereröffnen

Von Hans-Eckart Jaeger
Bad Oldesloe. Es regnet in Strömen, die riesige Baustelle am Konrad-Adenauer-Ring ist nahezu menschenleer. Gleich hinter der Eingangstür tropft es von der Decke, am Boden hat sich eine tiefe Pfütze gebildet.
„Am besten, man bringt Gummistiefel mit“, sagt Jürgen Fahl.Mehrmals in der Woche überzeugt sich der Leiter der Stadtwerke vor Ort vom Fortgang der Umbauarbeiten des Hallenbades. Ende April/Anfang Mai soll es nach den Vorstellungen von Politik und Stadtverwaltung für den Bade- und Schwimmbetrieb wieder geöffnet werden.
Zwischen Weihnachten und Neujahr hat sich wenig getan, und auch in der ersten Woche des neuen Jahres ging es nicht richtig vorwärts. „Das liegt an den Betriebsferien“, erklärt Jürgen Fahl. Nur unten im Keller trifft er zwei fleißige Arbeiter: Claus Vogt, Chef einer Estrichfirma aus Osnabrück und sein Angestellter Georg Kempka, sind gerade eingetroffen. Und im Erdgeschoss schaut ein Mitarbeiter der Haustechnik bei flotter Musik aus einem Radio nach dem Rechten.
Seit Juli 2011 ist das Hallenbad geschlossen. „Es wurde höchste Zeit, dass die technischen Anlagen, die Umkleideräume, die Sanitärbereiche und die Gebäudehülle gründlich saniert werden“, sagt Jürgen Fahl, und Schwimmmeisterin Marion Arpe nickt dazu.
Die frühere Landesmeisterin auf kurzen Kraul- und Rückstrecken wohnt in Meddewarde und war sogar Weihnachten und Silvester auf der Baustelle.
Die Kosten für die Umbauarbeiten des Hallenbades waren ursprünglich mit 6,8 Millionen Euro veranschlagt worden, aber jetzt rechnen die Stadtwerke mit einer Erhöhung um eine Million Euro.
„Das liegt an einigen Schwierigkeiten, die wir nicht voraussehen konnten“, so Fahl. Zunächst musste das Baufeld an der Süd- und Westseite nach Kampfmitteln abgesucht und von Fundamentresten befreit werden. Es wurden auch Schadstoffe unter dem Estrich der Umkleiden gefunden. Diese mussten aufwändig saniert werden, da tausalzartiges Wasser angefangen hatte, den Beton anzugreifen. Einige Wände konnten nicht erhalten werden, auch die Dacheindeckung entsprach nicht modernen Standards. „Mit jedem Schlechtwettertag verzögern sich die Arbeiten, besonders bei den äußeren Dämmungsarbeiten“, bedauert Diplomingenieur Jürgen Fahl. „Aber wir freuen uns alle jetzt schon auf den neuen Look des Bades sowie die neuen Funktionen wie Sauna und Kursbecken.“ Eines steht, unabhängig vom Termin der Wiedereröffnung, fest: Der Eintritt wird teurer. (jae)
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