Open-Air-Festival

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Die Kneipe Alter Bahnhof hat sich unter internationalen Musikern zu einem Geheimtipp entwickelt, nun kommen sie, um auf dem Festival zu spielen. Foto: pi/ fp (Montage)

Drei Bands spielen am Wochenende am Alten Bahnhof

Von Frauke Pöhlsen
Trittau. Noch ist es ruhig auf dem Kreisel vor der Kultkneipe Alter Bahnhof. Nur an der Bushaltestelle sitzen drei Mädchen und unterhalten sich über einen langweiligen Kinofilm. Vielleicht ist das Kinoprogramm ein Grund mehr, wieder ein Livekonzert mitzuerleben. Kostenlos noch dazu. Am kommenden Wochenende steigt auf dem Kreisel das erste Sommer-Openair-Festival. Veranstalter Bernd Koppe ist bereits etwas aufgeregt. Es hat sich eine Band aus Neuseeland angekündigt, die vor ihrem Konzert zur Eröffnung des Maschsee-Festivals in Hannover einen Stopp in Trittau einlegt. Die Musiker erhielten den Tipp von der Sängerin und Songwriterin Melanie Dekker aus Vancouver, die in Trittau bereits eine große Fangemeinde hat und zur Familie der Kultkneipe zählt. „Melanie macht schon mal Halt in Trittau und schaut bei uns rein, wenn sie auf dem Weg zu einem Konzert in Dänemark oder in der Nähe unterwegs ist“, erzählt Bernd Koppe, der den Alten Bahnhof seit fünf Jahren betreibt. „Als der Anruf der „Batucada Sound Machine“ kam, freute ich mich, dass eine weitere international Band, den Weg zu uns in den Bahnhof gefunden hat. Die 10köpfige Band spielt einen Mix aus Reggae, Soul und Funk. Für mich ist das Grund genug für eine Sommer-Open Air-Party. Die Jungs bringen ein Sommergefühl aus der Karibik nach Trittau. Und neben dem bestellten Sonnenschein die beste Zutat für ein super Open Air-Festival.“ Der musikbegeisterte Kneipier machte sich mit seinen Töchtern umgehend an die Vorbereitung. Das Programm steht. Dr. Love Power wird das Festival eröffnen. Die Musiker um den Hamburger Sänger und Gitarristen Mark Bloemeke sind in Trittau keine Unbekannten. „Seine an John Fogerty erinnernde Stimme lässt CCR-Songs aus den 1960er und 1970er Jahren wieder aufleben“, sagt Koppe. Der argentinische Gitarrist und Sänger Demian Dominguez ist seit Anfang der neunziger Jahre auf vielen Konzerten und Festivals in Europa wie auch Übersee live zu erleben.
Dicker Beat trifft Reggae, Samba, Rap & Funk. Spätestens wenn die Batucada Sound Machine, das zehnköpfige Live-Spektakel aus Neuseeland, ihr Bühnenprogramm startet wird das Sommerfeeling endgültig in Trittau Einzug halten. Das Publikum verwandelt sich dank der mitreißenden Rhytmen in eine tanzende Partymenge. Es gibt kein Halten mehr.
Die Mischung aus brasilianischen, funkigen und soulig-hiphopigen Klängen fährt direkt und ohne Umwege in die Beine. Die Band ist festivalerprobt und spielt in großen Sälen. Und jetzt in Trittau? „Für die Musiker ist es eine Generalprobe, um ihr deutsches Publikum kennen zu lernen und ihr Programm zu testen“, meint Bernd Koppe. „Auf den großen Bühnen ist das Publikum doch nur noch eine Masse. Bei uns in Trittau lassen sich Mimik und Stimmung direkt an der Zuschauerreaktion abgelesen. Neben dem kleineren Publikumskreis kommt die familiäre Atmosphäre hinzu.
Hautnah können die Musiker prüfen, ob ein Song oder Gag ankommt.“ Manche Künstler macht das nervös. Neil Tayler, Gitarrist von Robbie Williams, spielt vor großem Publikum. Doch in Trittau zitterten ihm die Hände. Es ist ein Unterschied, vor 60 oder 100.000 Zuschauern zu spielen. (fp)
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