Parkhaus gesperrt

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Sanierungsbedürftig: Das Parkhaus „Alter Lokschuppen“ wird für sechs Monate gesperrt Foto: fnf
 
Parkalternative für Pendler: Die Alte Reitbahn Foto: fnf

Alter Lokschuppen wird saniert. Demnächst fallen 350 Parkplätze weg

Ahrensburg Parkplätze sind schon jetzt ein Reizthema in Ahrensburg. Doch die Situation dürfte sich in den kommenden Monaten noch weiter zuspitzen. Der Alte Lokschuppen soll saniert werden. Das bedeutet: 350 Parkplätze werden bis Oktober nicht mehr zur Verfügung stehen.

Einsturzgefahr


Das Parkhaus Alter Lokschuppen muss saniert werden: Einsturzgefahr. „Ohne die Sanierung bestünde die Gefahr, dass das Parkhaus mittelfristig seine Standsicherheit verlieren könnte“, erklärt Stephan Schott vom Fachdienst Straßenwesen. Tausalz hat mit den Jahren den Stahlbeton angegriffen und lässt ihn korrodieren.
Am Dienstag, 7. April, wurde mit den Arbeiten zur Sanierung des Parkhauses begonnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober, da rund 7.000 Quadratmeter Betonflächen mühsam ab- und anschließend wieder aufgetragen werden müssen. Zunächst wird das Parkhaus gereinigt. Der schadhafte Beton wird mit Hilfe eines Wasserstrahls unter hohem Druck entfernt.
Eine partielle Sperrung einiger Parkhaus-Areale wäre nicht möglich. Das wäre zu gefährlich, wie Stephan Schott erklärt: „Bei diesen Arbeiten kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Wasserstrahl eventuell auf Stellen mit geringer Betonfestigkeit trifft. Es besteht daher die Möglichkeit, dass der Wasserstrahl durch die Betondecke schlägt wodurch Lebensgefahr für Personen, die sich im Parkhaus aufhalten, entstehen würde.“ Darüber hinaus entstehen feinste Wassertröpfchen mit Betonmehl, die den Lack dort abgestellter Fahrzeuge beschädigen könnten.

Entfallen Gebühren?


Doch wo sollen die ganzen Pendler jetzt parken? Es entfallen durch die Maßnahme ganze 350 kostenfreie Stellplätze. Derzeit erarbeitet die Stadt eine Beschlussvorlage, nach der die Parkgebühren an der Alten Reitbahn für die Dauer der Arbeiten entfallen könnten. Das ist eine Entlastung der Fahrzeug-Besitzer – schafft aber leider keine neuen Parkplätze. „Darüber hinaus wird versucht, in Frage kommende Flächen in der Nähe des Bahnhofes anzumieten um diese unentgeltlich als zusätzlichen Parkraum zur Verfügung zu stellen“, so Schott.
Die Stadt Ahrensburg bittet die Nutzer des Parkhauses, soweit dies möglich ist, für die Anfahrt zum Bahnhof während der Sanierungsdauer auf das Fahrrad oder den Bus umzusteigen. Wer nicht aus Ahrensburg kommt, könnte sein Fahrzeug statt am Bahnhof in der Nähe einer Bushaltestelle parken.
„Es ist eh schon ein schlechter Witz, dass der Kreis Stormarn nicht in der Lage ist, genügend Arbeitsplätze zu bieten und uns zur Arbeit nach Hamburg auszulagern“, findet Parkhaus-Nutzerin Petra Hennings. „Jetzt nimmt man uns Pendlern auch noch die Möglichkeit das Auto abzustellen und mit der Bahn weiterzufahren.“
Befürchtungen, dass nach der Sanierung im Parkhaus „Alter Lokschuppen“ Parkgebühren erhoben werden, widerspricht Stadtverordnete Monja Löwer (Die Grünen): „Es wird nach der Sanierung keine Gebühr erhoben, wir sind ja nicht Hamburg.“
Die Maßnahme wird voraussichtlich insgesamt 2.435 Millionen Euro kosten. Die Gesamtmaßnahme wird durch die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig Holstein (LVS) mit 1,5 Millionen Euro und durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit 50.000 Euro gefördert. (fnf)
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