Politik bringt Badsanierung auf den Weg

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Für rund 1,3 Millionen Euro soll das Schönaubad Trittau saniert werden Symbolfoto: thinkstock

Gemeindevertretung beschließt 1,3-Millionen-Euro-Projekt mit zwei Gegenstimmen

Trittau In ihrer Sitzung vergangene Woche brachten die Mitglieder der Gemeindevertretung die Sanierung des Freibades auf den Weg. Zuvor entbrannte dennoch eine hitzige Debatte. Da es in der Einwohnerversammlung Proteste gegen den Wegfall der L-Form des Beckens gab, hatte man im Bauausschuss zuvor noch einmal die Sanierungsvariante thematisiert und mehrheitlich beschlossen, die L-Form doch beizubehalten. Um andererseits Kosten einzusparen, soll nun beim Schönaubad Trittau auf die Breitrutsche und die Massagedüsen verzichtet werden. Somit würde der vom Finanzausschuss vorgegebene Kostenrahmen eingehalten werden. Besonders umstritten: Die Beckenabdeckung, deren Nutzen einige Gemeinderäte anzweifelten. Letztlich wurden mit 16 Ja- und zwei Nein-Stimmen für die grundsätzliche Sanierung gestimmt. In den Einzelabstimmungen votierten für das „L“ und den Wegfall der Breitrutsche, dafür den Erhalt der vorhandenen Rutsche 15 Gemeindevertreter, für den Verzicht auf die Massagedüsen nur elf und für die Beckenabdeckung neun. Nicht alle Politiker waren mit dieser Lösung glücklich: Peter Sierau BGT) und Harald Martens (CDU) stimmten komplett gegen die Sanierung, weil sie die künftige Haushaltsbelastung nicht verantworten können. Christian Winter (parteilos) bedauerte, dass es mit dem aktuellen Bauplan keine Attraktivitätssteigerung gebe.

Sondersitzung möglich


Er sorgte für einen Beschluss, dass eine Sondersitzung einberufen wird, um neu über den Weiterbau zu entscheiden, wenn es zu ungeplanten Mehrkosten käme, nachdem die alte Folie entfernt wurde. Schwierig ist der knappe Zeitplan für die Beantragung der Fördermittel, der aber nicht gefährdet werden soll. Ute Agatz (SPD) forderte zu prüfen, ob es eine Festpreisvereinbarung geben könne. Die Ausgestaltung der Verträge liegt nun bei der Verwaltung.
Zweites Thema war der Nachtragshaushalt. Er wurde zu diesem frühen Zeitpunkt erforderlich, um Investitionen wie beispielsweise ins Freibad tätigen zu können. Der Vermögenshaushalt wurde auf 1,98 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt auf 1,1 Millionen Euro erhöht. Die Netto Neuverschuldung liegt damit bei 1,3 Millionen Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 976 Euro. Für das Freibad werden 1,27 Millionen Euro aufgewendet. Zudem kauft die Gemeinde das Gelände der Tennishallen an der Großenseer Straße für 60.2100 Euro. Dort ist als Langzeitprojekt der Bau einer Multifunktionshalle angedacht, da Hallenkapazitäten benötigt werden. (bm)
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