Problem Nordstrand

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Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler vor einer umgekippten Mülltonne am Nordstrand des Großensees Fotos: cy

Großensee: Hamburg soll sich an Uferreinigung beteiligen

Von Cetin Yaman
Großensee/ Lütjensee. Ulrike Stenzler, Bürgermeisterin von Lütjensee, geht am
Nordufer des Großensees entlang. Was sie sieht, gefällt ihr nicht. Leere Bierflaschen, Taschentücher, Zigarettenkippen und Plastikabfall liegen im Sand. „Nach einem Wochenende mit schönem Wetter, wenn Hunderte von Strandbesuchern da waren, sieht es hier manchmal schlimm aus“, sagt sie.

Gewässer gehört der Stadt Hamburg

Hier ist das Baden, anders als am gegenüberliegenden Südstrand, kostenlos. Dafür gibt es keine Badeaufsicht und Toiletten. Der unbewachte Strand wird oft von Jugendlichen als Partygelände genutzt. Lärm und Unruhe gibt es auch. Rücksicht auf Badegäste, die hier in Ruhe ein Buch lesen wollen, nehmen hier nur manche.
„Mittlerweile beschweren sich auch viele Anwohner, die vor allem die Großenseer Ostseite des Sees bewohnen, über den Krach und Müll“, sagt Ulrike Stenzler. „Man schiebt uns die Schuld in die Schuhe. Uns wird vorgehalten, wir können unser Gemeindegebiet nicht sauber halten. Das ist nicht in Ordnung“, sagt das ehrenamtliche Gemeindeoberhaupt.

„Auch der Parkplatz weiter oben und die Wanderwege sind verschmutzt“
Ulrike Stenzler, Bürgermeisterin


„Auch der Parkplatz weiter oben und die Wanderwege, die zur Gemeinde gehören, sind im Sommer stark verschmutzt“, fügt sie hinzu.
Die Verwaltungschefin erklärt, dass Mitarbeiter des Betriebshofes ihrer Gemeinde jeden Montag an den Nordstrand zum Aufräumen kommen. „Das dauert mehrere Stunden. Die Kosten tragen ausschließlich wir.“
Dabei liegt die Zuständigkeit nicht nur bei Lütjensee. Das Gewässer zwischen Großen- und Lütjensee gehört der Stadt Hamburg. Der umgebende Wald liegt im Zuständigkeitsbereich der die Landesforststelle Schleswig-Holstein.
Bislang habe die Gemeinde die se Aufgabe freiwillig übernommen, sagt Stenzler, doch gerade diesen Sommer habe die Vermüllung und Ruhestörung stark zugenommen. Im Herbst will die Bürgermeisterin daher das Gespräch mit der benachbarten Hansestadt führen.

Ehrenamtliche Kümmerer?

Sollten sich die Gemeinde Lütjensee und Hamburg nicht einigen können, hat Bürgermeisterin Stenzler eine weitere Idee. „Wir haben innerhalb der Gemeindeverwaltung überlegt, Freiwillige zu aktivieren, die sich zum Beispiel, in einem Förderverein organisiert, um die Sauberkeit am Nordstrand kümmern“, sagt sie.
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