Protest gegen Windkraft

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Zahlreiche Bargteheider demonstrierten am Wochenende gegen den geplanten Bürgerwindpark

500 Bargteheider demonstrierten vor dem Rathaus

Von Finn Fischer
Bargteheide. Die Demonstration gegen den geplanten Bürgerwindpark am Wochenende war zweifelsohne eine der größten Protestveranstaltungen, die in Bargteheide in den letzten Jahren statt fand. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 450. Die Bürgerinitiative sprach sogar von 500 Personen.
„Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Helga Dorer, die bei der Initiative für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, kurz vor Beginn des Protestzuges.
Nach dem Start am Utspann-Parkplatz zogen die Demonstranten durch die Innenstadt, um anschließend vor dem Rathaus eine Kundgebung abzuhalten. Dort fanden die Aktivisten deutliche Worte: „Ohne Bürgerbeteiligung soll in Eile ein Klimaschutzkonzept den Bau der drei riesigen Windkraftanlagen durchsetzen. Die Auswirkung auf das Weltklima ist gleich Null“, so Helga Dorer. „Es geht nur um Profit und Subventionen für die Investoren und Landverpächter. Konzepte zum sparsamen Umgang mit Energie werden dabei vernachlässigt.“ Bargteheide müsse sich nicht an der „Fehlentwicklung der Energiewende mit einem Windindustriepark vor der Haustür“ beteiligen.
Experte warnt vor Auswirkungen
Dr. Henning Müller zum Hagen, Mitglied der Bürgerinitiative „Gegenwind“, wies in seiner Rede nochmals auf die Ergebnisse von Untersuchungen aus den USA hin, die diverse Gesundheitsbeeinträchtigungen bei betroffenen Bewohnern belegen sollen.
Infraschall-Krankheiten seien keine Einbildung, wie es die Befürworter von Windkraftanlagen behaupten, so der emeritierte Universitäts-Professor in seiner Protestrede. „Zudem klagen auch in Deutschland vermehrt Anwohner von schon bestehenden Windparks über die oben beschriebenen Krankheitssymptome.“
Die Initiative Gegenwind Bargteheide will den geplanten Bürgerwindpark mit allen – notfalls auch juristischen – Mitteln verhindern.
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