Reine Ansichtssache

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Hanneliese Ettrich, Henning Görtz, Uwe Schildmeier, Sabine Meures und Günther Bock (v.l.) stellten gemeinsam das Jubiäumsprogramm vorFoto: cs

700-Jahr-Feier in Bargteheide startet. Buntes Programm

Bargteheide. 700 Jahre ist es her, dass Bargteheide erstmals urkundlich erwähnt wurde. „Ein angemessener Anlass, sich der Geschichte und ihren Geschichten zu nähern“, so Bürgermeister Henning Görtz. Und Geschichten gibt es viele. Die Ausstellung „Ansichtssache – Postkartengrüße aus Bargteheide“, die am 7. Februar um 19 Uhr im Rathaus eröffnet wird, macht den Auftakt zum Jubiläumsjahr.
Über 100 Postkarten hat Stadtarchivarin Hanneliese Ettrich in den vergangenen Jahren gesammelt. Stumme Zeitzeugen, die doch viel von der Geschichte „Brektehegels“, wie Bargteheide erstmals genannt wurde, erzählen. Gezeigt werden großformatige Reproduktionen. Die älteste stammt aus dem Jahr 1899 und zeigt die Jersbeker Straße. Sie wurde mit einem herzlichen Gruß an die Gattin des Herrn Gerichtsvollziehers Kuhnhold in Wesselburen versandt. Nach 115 Jahren ist sie nach Bargteheide zurückgekehrt und findet nun ihren Platz in der Ausstellung.
„Schon damals war es den Menschen wichtig, zu zeigen, wo und wie sie leben“, so Ettrich. „Postkarten verraten etwas über Mode, Verkehrsentwicklung und Lebensumstände.“ Ansichtskarten sind in vielerlei Hinsicht kulturhistorische Dokumente. „Lieber Georg, habe soeben den Zug verpasst, muss zwei Stunden hier warten“, lautet eine Mitteilung, datiert auf den 22. März 1905.

Weitere Glanzlichter im Festjahr sind geplant

Darüber hinaus heben Hanneliese Ettrich und Sabine Meures, die die Ausstellung vorbereiten, auch die Gestaltung der Karten hervor. Besonders die „Mondscheinkarten“ haben es den Damen angetan. „Sie waren eine Modeerscheinung in der Ansichtskartenwelt und zeigen Bargteheide romantisch in Szene gesetzt“, erläutert Ettrich. Die Ausstellung wird bis zum
4. April zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein. Über das Jahr verteilt folgen weitere kulurelle Höhepunkte, die sich mit der Geschichte Bargteheides beschäftigten. Autor Günther Bock arbeitet an einer „Historischen Festschrift“, die sich mit den frühen Jahrhunderten Bargteheides auseinandersetzt. „Natürlich gehen wir auch der Frage nach: Kirche oder Dorf – was war zuerst da“, so Bock. „Man darf gespannt sein“, so der Historiker. „Das Herz der Veranstaltungsreihe“, wie es Bürgermeister Görtz liebevoll nennt, wird der Festakt am 28. September sein. Dann dreht sich in Bargteheide alles rund ums Mittelalter: Straßentheater, eine Ausstellung des Kunstkreises, historische Vorträge und Musik. (cs)

700-Jahr-Feier
Große Auftaktveranstaltung am 7. Februar um 19 Uhr mit der Ausstellung zum Thema „Ansichtssache“ im Bargteheider Rathaus Anfang Juni: Fotoausstellung „Bargteheide zu Hause – Kulturen aus aller Welt“ 19. September, Ausstellung zum Thema „Was blieb…? – Bargteheide 1314 bis…“ Festakt am 28. September, um 11 Uhr, im Ganztagszentrum, danach verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt
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