Rückzug aus dem Gemeinderat

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Uwe Tillmann-Mumm ist nur noch bis Anfang August Amtsvorsteher, er zieht sich dann aus der Politik zurückFoto: bm

Nach Auseinandersetzung tritt Uwe Tillmann-Mumm zurück

Großensee. Aus der Auseinandersetzung mit Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers auf der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung vergangene Woche zog Uwe Tillmann-Mumm (CDU), stellvertretender Bürgermeister, die Konsequenzen. Er trat aus dem Gemeinderat zurück.
Als die CDU ihr Vorschlagsrecht für den zweiten Sitz im Amtsausschuss ausübte und den bisherigen Amtsvorsteher Uwe Tillmann-Mumm vorschlug, verweigerten ihm die Abgeordneten der Wählergemeinschaft „Bürger für Großensee“ (BfG) die Zustimmung. Hat es damit zu tun, dass der Bürgermeister kurz vor der Wahl per Kreisvorstandsbeschluss aus der CDU entfernt wurde? „Schon am Wahlabend hat Bürgermeister Lindemann-Eggers angekündigt, meine Wiederwahl verhindern zu wollen“, sagt Tillmann-Mumm. Er sehe das als persönliche Abrechnung ohne Bezug zum Amt.
Karsten Lindemann Eggers begründet die Haltung seiner Wählergemeinschaft so: „Am Wahlergebnis sieht man, dass Herr Tillmann-Mumm in der Gemeinde keinen großen Zuspruch hat. Deshalb sehen wir es nicht als vorteilhaft an, wenn er unseren Ort im Amtsausschuss vertritt. Ein anderer CDU-Kandidat ist aber vorstellbar“. Dass Tillmann-Mumm die Sache als persönliche Fehde sieht und als Konsequenz auch sein Amt als Schulverbandsvorsteher abgeben muss, dazu sagt Lindemann–Eggers: „Er ist mit dem Wissen um die Mehrheiten in die Sitzung gegangen. Ich hätte mir einen menschlich würdigeren Abgang gewünscht, in dem man ihn gar nicht erst als Kandidat aufgestellt hätte“.
Uwe Tillmann-Mumm weihte als letzte offizielle Handlung gestern den Anbau der Grundschule ein und wird noch die jeweils konstituierenden Sitzungen des Schulverbandes am 19. August und die des Amtsauschusses am 5. August eröffnen und dann an seinen Nachfolger abgeben. (bm)
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