Ruhige Kugel schieben

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Sven Schröder (v.l.), Helmuth Harders, Dieter Petersen, Achim Laub, Karl Heinz Neumann, Michael Fehrs und Peter Gottfried

Trittauer treffen sich dienstags beim Campehaus zum Boule

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Die Sonne scheint und sieben Männer schieben auf dem Bouleplatz am Campehaus eine ruhige Kugel. Immer dienstags treffen sich sechs bis acht Herren, zwischen 59 bis 71 Jahren, zwischen 10 bis 12 Uhr, um sich am Platz C. C. Loire-Divatte in der französischen Sportart zu messen.

Amt hat französische Partnergemeinde

Boule heißt aus dem Französischen übersetzt „Kugel“ und ist der Oberbegriff für verschiedene Spiele. Die Partnerschaft zur französischen Gemeinde, C. C. Loire-Divatte, bei Nantes gab den Verantwortlichen im Amt Trittau den Anstoß zum Bau einer Boulebahn. Alle Bürger dürfen sie kostenlos nutzen.
„Die meisten Leute denken immer noch, Boule findet irgendwo in Südfrankreich auf einem staubigen Platz statt“, erzählt Sven Schröder. Der Trittauer hatte vor etwa drei Jahren die Idee mit dem Boule-Spiel, sprach Freunde und Bekannte an und schon war die Freizeit-Gruppe geboren. Sven Schröder, Helmuth Harders, Dieter Petersen, Achim Laub, Karl Heinz Neumann, Michael Fehrs und Peter Gottfried spielen zwar um Punkte und es wird auch der „Tagesbeste“ ermittelt – aber die „Daten“ werden nicht dokumentiert.
Für die Herren, die sich fast alle bereits im Ruhestand befinden, steht der Spaß im Vordergrund. Im Gegensatz zu den Profis spielen sie mit leichteren Kugeln.
„Die sind in der Anschaffung auch kostengünstiger“, so Gründer Sven Schröder. Für die gestandenen Herren ist Boule reine Freizeitgestaltung, die Spielregeln sitzen aber auch bei ihnen. Beim Boule spielen zwei oder mehrere Personen gegeneinander. Ziel ist es, die eigenen Metallkugeln näher an der Zielkugel (aus Holz – auch „Schweinchen“ genannt) zu platzieren als der Gegner.

Eine Kugel wiegt bis zu 800 Gramm

Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler oder eine Mannschaft 13 Punkte erreicht hat. Grundsätzlich sollen Spieler die 650 bis 800 Gramm schwere Kugel zwischen Handballen und den drei mittleren Fingern festhalten. Der Handrücken zeigt dabei immer nach oben. Die Kugeln rollen dadurch automatisch über Zeige-, Mittel- und Ringfinger ab und erhalten so einen Rückdrall, der den Lauf der Kugel stabilisiert sowie ihn in der Länge besser kalkulierbar macht.
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