Saisonstart mit Hindernissen

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Bademeisterin Tanja Butzin im leeren Nichtschwimmerbecken. Foto: pi/ cs

Nichtschwimmerbecken im Freibad hat Risse und bleibt vorerst gesperrt

Bargteheide. Knapp drei Wochen ist es her, da wurde das Bargteheider Freibad eröffnet. Mit einer Woche Verspätung, da die Technik streikte. Die Heizungs- und Chloranlagen waren defekt, kurzfristig musste eine Pumpe erneuert werden. Nun scheint dieses Problem behoben, da lauert auch schon das nächste.
„Im Nichtschwimmerbecken ist die Abdeckfolie gerissen“, erklärt Bademeisterin Tanja Butzin. Der Schaden konnte erst festgestellt werden, als das Becken schon komplett mit Wasser befüllt war. „Nun musste schnell gehandelt werden, da durch den Druck täglich 45 Kubikmeter Wasser durch die Risse verloren gingen“, so Detlef Müller aus dem Rathaus. Mindestens für eine Woche, wenn nicht länger bleibt das Nichtschwimmerbecken vorerst gesperrt. Eine Fachfirma ist bereits vor Ort, hat den Schaden aufgenommen und ist dabei, die Folie mit einem Streifen rund ums Becken zu flicken, beschreibt Müller die veranlassten Schritte. Dann muss in Absprache mit dem Wasserwerk das Becken neu befüllt werden. „Auch das kann drei bis vier Tage dauern“, heißt es aus dem Rathaus, da man nur nach Rücksprache die benötigten Mengen Wasser entnehmen kann. Je nach Wettersituation wird es weitere Tage dauern, bis sich das Wasser auf Badetemperatur erwärmt hat.
„Eine schwierige Situation. Gerade das Personal vor Ort hat mächtig zu tun und auch manch Badegast äußert dort seinen Unmut“, beschreibt Müller den zustand und bittet gleichzeitig um Verständnis. Man habe das Personal bereits um eine Vollzeitkraft aufgestockt, um die Situation in den Griff zu bekommen. Bei manch einem Badegast stößt die Sperrung trotzdem auf Verständnislosigkeit. „Die Kleinen können nicht planschen und rutschen, dafür springen sie uns Schwimmern dann auf dem Kopf herum“, beklagt sich eine Schwimmerin. Auch hätte man die Jahreskarte zu anderen Bedingungen erworben. „Bargteheide rühmt sich als einzig schuldenfreie Stadt im Kreis, dann muss halt mal ins Freibad investiert werden“, so eine Dame.
Der diesjährige Saisonstart also ein Start mit Hindernissen. Das eh schon kostspielige Projekt Freibad verschlingt in diesem Jahr weitere Gelder. „Allein für den baulichen Unterhalt und die Wartung wurde das Budget um 40.000 auf 100.000 Euro aufgestockt“, so Müller. Dass das nicht reicht, ist absehbar. Das drei Millionen teuere Projekt Freibadsanierung muss dringender denn je in Angriff genommen werden.
„Jetzt hat die Politik zu entscheiden, wann und in welchem Umfang saniert wird. Schließlich will keiner, dass das Freibad für eine Saison komplett schließen muss“, so Müller. Für die Badegäste bleibt, sich in Geduld zu üben und zu hoffen, dass der Sommer noch bleibt. (pi/ cs)
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