Schautafeln im Kurpark

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Tagesstätten-Leiter Stefan Waschinski steht im Kurpark neben der neuen Schautafel „Lebensraum Schilfzone“.Fotos: H.-E. Jaeger

Tagesstätten-Bewohner waren kreativ

Bad Oldesloe. Die großformatige Schautafel steht mitten im Kurpark nur ein paar Schritte von der „Beste“, dem Nebenfluss der Trave entfernt. „Lebensraum Schilfzone“ heißt es auf der Tafel. Auf ihr können sich Spaziergänger informieren, welche Pflanzen und Tiere hier beheimatet sind.
Hier lebt der Teichfrosch, hier freut sich der Schilfrohrsänger seines Daseins, auch der Rohrammer versteckt sich zwischen den Wasserschwertlilien. „Wer sich informieren will, was die Natur in unserer Gegend zu bieten hat, der ist an der richtigen Stelle“, sagt Stefan Waschinski.
Der 43 Jahre alte Erlebnispädagoge und Ergotherapeut, Leiter der psychatrischen Tagesstätte Am Kurpark 14 ist stolz auf seine Klienten, die die überdachte Schautafel aus massivem Lärchenholz in drei Monate langer, fleißiger Arbeit gefertigt haben: „Sie haben sich mächtig angestrengt und großes Lob dafür verdient“, so Waschinski, der seit zehn Jahren für die gemeinnützige tohus GmbH arbeitet.
Tohus gehört zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und bietet vielfältige Betreuungsangebote für Menschen mit seelischen Schwierigkeiten und Suchtproblemen in den Bereichen Wohnen, Fördern sowie Arbeit und Beschäftigung.
Die Stadt Oldesloe, vertreten durch Dr. Kurt Soeffing, Leiter des Sachbereiches Planung und Umwelt, unterstützt die Aktion, die noch mit drei weiteren Schautafeln fortgeführt werden soll.
„Unsere Projekte unter dem Motto ‚Job-Leiter‘ dienen dem Arbeitseinstieg und der Entwicklung ihrer beruflichen Perspektive“, heißt es bei tohus. „Gespräche und Sozialkompetenztraining ergänzen die Angebote.“ Job-Leiter soll mehr als nur ein Name sein. „Mit Unterstützung unseres Mitarbeiter-Teams können die Klienten ihre Fähigkeiten in eigenem Tempo entwickeln – Sprosse für Sprosse“, versichert Stefan Waschinski.
In der Tagesstätte ist Platz für 19 chronisch kranke Menschen. Ein großes Ziel ist die Rückkehr ins Arbeitsleben, aber den Klienten soll auch geholfen werden, selbständig zu wohnen und ins gesellschaftliche Leben zurückzukehren. „Dann wissen die Klienten, dass sie etwas wert sind, dass sie sich einbringen und am Leben aktiv beteiligen können. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein.“ (jae)
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