Schönes Rathaus

Anzeige
Am Rathaus soll am 9. Mai der Rundgang durch die Stadt starten Repro: fnf
 
Das unter Denkmalschutz stehende Rathaus soll bereits ab 2016 saniert werden Foto: fnf

Experte erläutert Denkmalqualitäten und Städtebauprojekt

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Bewohner, aber auch Gäste der Stadt finden, dass Ahrensburg sein städtebauliches Potenzial nicht ausschöpft. Nun hat die Verwaltung die Möglichkeit, die Innenstadt und den Schlossbereich mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm optisch aufzuwerten. Dabei handelt es sich um ein vom Land und Bund gefördertes Programm, mit dem Ziel, städtebauliche Missstände zu beheben.

Bis zu 14 Millionen Euro Zuwendung möglich


Um die Bürger über das Projekt zu informieren, lädt die Verwaltung am Sonnabend, 9. Mai, ab 11 Uhr im Rathaus-Foyer zum „Tag der Städtebauförderung“ ein. Dr. Olaf Gisbertz, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Braunschweig, wird Vorträge zum Förderprogramm und einen Fachvortrag zu den Denkmalqualitäten des Ahrensburger Rathauses halten. Im Anschluss an die Vorträge besteht ab 12 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an Rundgängen durch das Rathaus und durch das Fördergebiet „Innenstadt/ Schlossbereich“. Zum Hintergrund: Ende 2014 wurde Ahrensburg mit der Gesamtmaßnahme „Innenstadt/ Schlossbereich“ in das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen. Einen Zuwendungsbescheid der Investitionsbank über 6,6 Millionen Euro hat die Schlossstadt bereits erhalten. Nach Medienberichten könnte die Stadt ingesamt bis zu 14 Millionen Euro bekommen. In den nächsten 15 Jahren könnten von diesem Geld Innenstadt und Schlossbereich aufgewertet werden.
Dazu gehören neben der Sanierung des inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Rathauses auch sein Umfeld, der innerstädtische Teil der Hamburger Straße, das historische Quartier um den Alten Markt sowie das Schloss mit seinen Parkanlagen und den östlich angrenzenden ehemaligen Gutshof des Schlosses.


Städtebauliches Konzept wird erstellt


„Dieser Bereich soll in seiner städtebaulichen und funktionalen Qualität verbessert werden“, erklärt Juliette Schickel vom Fachbereich Stadtplanung. „Eines der zahlreichen Ziele ist es, die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Schlossbereich zu stärken.“
„Auf dieses Gebiet werden sich die vorbereitenden Untersuchungen beziehen, in denen Art und Umfang der städtebaulichen Missstände und Funktionsmängel sowie Sanierungsziele und Maßnahmen dargelegt werden“, so Andrea Becker, Fachdienstleiterin Stadtplanung. Gleichzeitig mit den vorbereitenden Untersuchungen wird ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt. Hier werden über die Untersuchung hinausgehende Ziele und Strategien, gemeinsam mit Interessierten und Betroffenen, formuliert. Themenschwerpunkte sind dabei unter anderem die öffentliche Freiflächengestaltung, der Einzelhandel, der Denkmalschutz, die Mobilität und die Barrierefreiheit. Eine Maßnahme des Pakets hatte bereits im Vorfeld für reichlich Diskussion gesorgt. Als sogenannte „vorgezogene Baumaßnahme“ wird ab 2016 das denkmalgeschützte Ahrensburger Rathaus aufgewertet, das freilich rein optisch nicht gerade zu den hübschesten Gebäuden der Schlossstadt zählt. Doch beim Denkmalschutz geht es weniger um ästhetische – vielmehr um geschichtliche Aspekte.

„Zentrum der Demokratie als Kontrast“


Das 1970 fertiggestellte Rathaus ist ein zeittypisches Verwaltungsgebäude, das als Zeichen des Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit gilt. „Durch seine offene Architektur sollte es das Zentrum demokratischer Verwaltung demonstrieren. Somit steht es im Kontrast zum ehemals herrschaftlichen Ahrensburger Schloss“, heißt es von der Verwaltung.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige