Schüler werben fürs Blutspenden

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Mandy Cegla (v.l.), Cynthia David und Regina Lefler mit ihrer Klassenlehrerin Maren Bode (hinten.v.l.) und DRK-Referent Till Bormann

Gymnasiasten auf Infotour mit DRK in Lütjensee

Lütjensee. Nach wie vor spenden Menschen in Deutschland zu wenig Blut. Die Lehrer des Beruflichen Gymnasiums Bad Oldesloe wollten ihre Schüler für das Thema sensibilisieren. Daher organisieren sie mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine große Blutspendeaktion für Schüler, Kollegium und Mitarbeiter. Nach erfolgreichem Pilotversuch im Vorjahr bereitete Klassenlehrerin Maren Bode ihre Schüler unter anderem mit einer Exkursion zum Institut für Transfusionsmedizin in Lütjensee auf den Spendentermin, der zurzeit am Gymnasium stattfindet, vor. Dort führte Till Bormann, Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, die Gruppe durch die Bereiche Verarbeitung, Labor und Vertrieb.
„Wenn die Werbung für die DRK-Blutspende und der Aufruf zum Mitmachen durch Gleichaltrige erfolgt, werden die Schüler mit Sicherheit aufmerksamer den Vorträgen zuhören und sich leichter zur Teilnahme bewegen lassen“, vermutet der Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Durch diese Einblicke in die Tätigkeiten der Blutbank in Lütjensee und die intensive Vorbereitung konnten die Schüler erkennen, wie lebensnotwendig das Thema „Blutspende“ für viele ist.

Hoher Blutspendenbedarf wird kaum gedeckt

„Wir unterstützen das Projekt gerne, weil wir vermeiden wollen, dass Blutspenden an zu geringer Aufklärung scheitert“, sagt Kübra Tekin, eine der Schülerinnen. Ihre Mitschülerin Tuba Altin fügt hinzu: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Mitschüler aufzuklären und sie dazu zu bewegen, weil der hohe Bedarf an Blutspenden schwer zu decken ist.“
Sobald Familienangehörige oder Freunde betroffen sind, rückt das Thema Blutspenden mehr in den Fokus vieler Menschen. „In unserem Freundeskreis gab es Personen, die an Leukämie erkrankten und auf eine Blutspende angewiesen waren. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht volljährig war, konnte ich nicht spenden. Dadurch wurde mir jedoch bewusst, wie wichtig Blutspenden ist“, erklärt Anny Schmidtmann. Ihre Mitschülerin Regina Lefler stimmt Annys Worten zu, indem sie nickt.
Für die Zwölftklässler war es erschreckend, wie weit die Blutspendebereitschaft in Deutschland hinter der Spendebereitschaft anderer Länder liegt. Durch das Projekt an ihrer Schule erhoffen sie sich, Menschen zu erreichen, so die Spendebereitschaft anzukurbeln und damit langfristig voran zu treiben.
Jeder kann plötzlich in der Position sein, selbst eine lebensrettende Transfusion zu benötigen. So zum Beispiel der Vater einer Mitschülerin. Aufgrund einer Aortendissektion musste er notoperiert werden und erhielt während der 13-stündigen Operation einen kompletten Blutaustausch.
„Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die Blut spenden, denn sie haben meinem Vater das Leben gerettet“, sagt sie.
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