Sechs Protest-Rücktritte

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Wird verkauft: Das Gemeindehaus der Ahrensburger Sankt Johannesgemeinde.Foto: hs

Aufruhr in der St. Johannesgemeinde

Ahrensburg. Sechs Mitglieder des Gemeinderats haben aus den Ereignissen der vergangenen Wochen persönliche Konsequenzen gezogen: Sie sind aus Protest über die Entscheidungen des Kirchengemeinderates zurückgetreten. Sowohl der Beschluss des Kirchenrates, das Gemeindehaus und das Pastorat der St. Johanneskirche zu verkaufen, als auch der Umgang des Kirchengremiums mit Informationen gegenüber der Gemeinde waren ausschlaggebend. Von dem geplanten Verkauf der beiden Kirchenimmobilien hatte die Gemeinde erst im Dezember erfahren, Grund ist ein strukturelles Defizit von 110.000 Euro.

Unterschriftenaktion

Der Chorbeirat und der Freundeskreis der Kirchenmusik starteten daraufhin eine Unterschriftenaktion zur Einberufung einer Gemeindeversammlung. Darin sollte der Kirchengemeinderat darum gebeten werden, die Entscheidung über den Verkauf des Gemeindehauses bis nach der Gemeindeversammlung zu verschieben. Obwohl bei der Aktion über 700 Unterschriften zusammenkamen, beschloss der Kirchengemeinderat im Zuge der Haushaltsplanungen den Verkauf der beiden Kirchenhäuser. Dies nahmen sechs Kirchengemeinderatsmitglieder zum Anlass, von ihren Ämtern zurückzutreten.

Kein Veto erlaubt

Vier der Mitglieder sind Vertreter des Bezirksausschusses St. Johannes: Barbara von Kries, Karl-Wilhelm Erxleben, Karen Früchtenicht und Hans-Martin Dörmann. Desweitern haben Gerd Smith, Vertreter des Bezirks Kirchsaal Hagen und Olga Stobbe, Vertreterin des Bezirks Schlosskirche, das Kirchengremium verlassen.
„Das Problem ist die mangelnde Transparenz“, sagt Hans-Martin Dörmann, der 22 Jahre Mitglied im Kirchengemeinderat war. Zu spät seien die Mitglieder der Gemeinde über den Verkauf der beiden Immobilien informiert worden.
„Die Gemeinde ist nicht berücksichtigt worden“, sagt Hans-Martin Dörmann. Und Karl-Wilhelm Erxleben ergänzt: „Vorschläge sind ja gar nicht zugelassen worden. Wir hätten doch darüber sprechen können.
Der Kirchengemeinderat hat entschieden, Immobilien der St. Johannesgemeinde zu verkaufen. Dies nahmen jetzt sechs Mitglieder des Kirchengemeinderates zum Anlass, von ihren Ämtern zurückzutreten. Barbara von Kries, Karl-Wilhelm Erxleben, Karen Früchtenicht und Hans-Martin Dörmann.
Desweitern haben Gerd Smith, Vertreter des Bezirks Kirchsaal Hagen und Olga Stobbe, Vertreterin des Bezirks Schlosskirche das Kirchengremium verlassen. Nach der Kirchenratssitzung am 22. Januar beschlossen die sechs Mitglieder, aus dem Kirchengemeinderat auszutreten. „Das Problem ist die mangelnde Transparenz“, sagt Hans-Martin Dörmann, der 22 Jahre Mitglied im Kirchengemeinderat war. Zu spät seien die Mitglieder der Gemeinde über den Verkauf der beiden Immobilien informiert worden.
„Die Gemeinde ist nicht berücksichtigt worden“, sagt Hans-Martin Dörmann. Und Karl-Wilhelm Erxleben ergänzt: „Vorschläge sind ja gar nicht zugelassen worden. Wir hätten doch darüber sprechen können.“ (hs)
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