Senioren aufklären

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Beraten Senioren in Sicherheitsfragen: Ulrich Langenberg (v.l.), Holger Dünnes und Hans-Ulrich Raab Foto: fnf

Ehrenamtliche im Kreis als Sicherheitsberater unterwegs

Stormarn Enkeltrick, falsche Handwerker, Toilettentrick, Internetbetrug: Hans-Ulrich Raab, Ulrich Langenberg und Holger Dünnes kennen so gut wie alle Maschen, mit denen Betrüger Senioren abzocken. Die ehrenamtlichen Sicherheitsberater wollen mit ihrem Wissen nun präventiv Straftaten verhindern, in dem sie ältere Menschen aufklären und sensibel machen. „Viele Menschen denken, ihnen könnte das nicht passieren“, sagt Hans-Ulrich Raab (67). Gerade erst sei er von einer älteren Dame aus Ammersbek angesprochen worden, die auf falsche Handwerker hereingefallen sei. „Wir können natürlich nicht aktiv Straftaten verhindern. Aber mit der Aufklärung können wir Senioren, die besonders häufig Opfer von Betrugsmaschen werden, sensibilisieren“, erklärt Holger Dünnes (72). Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen besuchte er ein dreitägiges Seminar auf der Polizeischule Kiebitzhörn. „Die Themen waren vielfältig. Es ging um Internetkriminalität, Trickbetrügereien, um Verbraucherschutz, Medikamentenkonsum im Straßenverkehr und Einbruchschutz“, sagt Dünnes. Jetzt stehen die drei ausgebildeten Ingenieure Vereinen, Organisationen, Seniorenbeiräten und Einzelpersonen zur Verfügung, die sich zum Thema beraten lassen möchten. Das Angebot ist kostenlos. Das Projekt Senioren-Sicherheitsberater ist Teil einer Initiative des Rates für Kriminalitätsverhütung des Kieler Innenministeriums, das auf Anregung des Landesseniorenbeirats ins Leben gerufen wurde. Schön länger engagieren sich die drei Bad Oldesloer in dem Projekt „seniorTrainer“ in der Weitergabe von Erfahrungswissen. „Wir haben in unserem Leben alle viel Glück gehabt. Als Rentner haben wir nun Zeit, etwas zurückzugeben“, sagt Hans-Ulrich Raab.
Ein neues Hilfsangebot für Senioren, das sich gerade in der Entwicklung befindet, ist „Helfende Hände“ – eine Art Nachbarschaftshilfe. „Dabei unterstützen wir pflegebedürftige Menschen mit kleineren handwerklichen Arbeiten im Haus, beim Einkaufen oder Behördengängen“, so Ulrich Langenberg (67). „Wir springen da ein, wo die Leistungen der Pflegedienste aufhören.“

Weitere Informationen unter 04531/ 880 13 99
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