Sicherer im Wasser

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Viele Grundschüler können nicht richtig schwimmen – ein Trend, der auch in Stormarn sichtbar ist Symbolfoto: thinkstock

CDU-Kreistagsfraktion will Schwimmunterricht initiieren

Stormarn Laut einer Studie der DLRG kann fast die Hälfte der Viertklässler nicht schwimmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: angefangen bei der Schließung von Schwimmbädern aufgrund hoher Kosten, Wandlung klassischer Lehrschwimmbecken in Spaßbäder mit Wellengang und Riesenrutschen, hohe Bahnmieten, weite Anfahrtswege, fehlende Schwimmlehrer bis hin zu finanziellen Hemmnissen und Zeitmangel der Eltern, mit ihren Kindern einen Schwimmkurs zu besuchen.
Und auch das Schulschwimmen steht längst nicht mehr überall auf dem Lehrplan. Dies gilt auch für die Grundschulen im Kreis Stormarn. „Schwimm-
unterricht wird nur noch eingeschränkt erteilt“, sagt Kirstin Krochmann, sportpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion. „Die Tatsache, dass Ertrinken die dritthäufigste Todesursache bei Kindern ist, erfordert aus unserer Sicht Handlungsbedarf, um dem aktuellen Nichtschwimmer-Trend entgegenzuwirken.“
In Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband Stormarn hat Krochmann ein Konzept zum Angebot von Seepferdchen-Schwimmkursen in den Sommerferien 2016 erarbeitet.
Dieses Konzept sieht vor, an drei Standorten des Kreises etwa 60 Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren mit erfahrenen Trainern das Schwimmen zu vermitteln und die Prüfung zum Seepferdchen abzulegen. Gegen einen geringen Eigenanteil der Eltern – der auch aus dem Bildungs- und Teilhabepaket im Falle finanzschwacher Familien gezahlt werden kann – soll den Kindern die lebenswichtige Sicherheit für unbeschwerten Badespaß vermittelt werden. Auch der Transport der Kinder zur Schwimmhalle soll organisiert werden. Bei den Vorgesprächen mit Kreissportverband, Schwimmhallen, Schwimmlehrern, der DLRG und der Sparkassen-Stiftung erhielt das Projekt ein uneingeschränkt positives Echo. (fnf)
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