Siedlergemeinschaft Großensee feiert 65-jähriges Bestehen

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Die Mitglieder und Gäste der Siedlergemeinschaft bei einem früheren Grillnachmittag im Innenhof des Großenseer Dörphus Foto: wb/Domscheidt

Mitglieder und Gäste feiern den jahrelangen Zusammenhalt am 27. August mit einem Grillnachmittag

Von Walter Domscheidt
Großensee
Zur Feier des 65-jährigen Bestehens lädt die Siedlergemeinschaft alle Großenseerinnen und Großenseer zu einem Grillnachmittag am Sonnabend, 27. August, um 17 Uhr, im Innenhof des Großenseer Dörphus ein. Bei gemütlicher und unterhaltender Runde werden Erinnerungen ausgetauscht und es gibt wohl auch viel zu erzählen. 1945 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Ernst Küster der Beschluss gefasst, eine Siedlung für Flüchtlinge und Ausgebombte zu schaffen „denn damit wäre ein Schritt getan, das Leben in der Gemeinde für die Ärmsten der Armen besser zu gestalten“ so damals der Bürgermeister. Hierdurch ist die Gemeinde Großensee vermutlich die erste Gemeinde der Bundesrepublik gewesen, die eine Siedlung nicht nur plante, sondern auch entstehen ließ und das noch in einer Zeit, in der die Geschicke des deutschen Staates von einer Militärregierung bestimmt wurden. Es war ein harter zäher Kampf, aber 1947 lagen schon Teilungs- und Baugenehmigungen vor und im gleichen Jahr entstanden die ersten Häuser, so der erste Vorsitzende Werner Kühne damals in seiner Festansprache anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Siedlergemeinschaft.

Echte Gemeinschaft


Als 1951 im Jahr der Vereinsgründung die Siedlung voll bebaut war, entstand schon eine weitere Siedlung, womit die Wohnungsnot der Gemeinde ziemlich behoben war. Im gleichen Jahr wurden die meisten Siedler Mitglied im Deutschen Siedlerbund, der viel dazu beigetragen hat, dass diese Gemeinschaft auch seine echte Nachbarschaft seit der Gründung pflegt und der Wunsch des ersten Vorsitzenden geht damals dahin, dass es in Zukunft auch so bleiben soll.
Die Siedlergemeinschaft nahm immer wieder an Wettbewerben teil, wie zahlreiche Urkunden belegen, so unter anderem an einem Kreiswettbewerb zur „Besten Kleinsiedlung 1988“ oder „Die beste Siedlung 2007“ im Kreisverband Stormarn mit einer „Allgemeinen Beurteilung mit Schwerpunkt auf Nutzung und Gestaltung der Gärten und deren Bedeutung für unsere Wohnsiedlungen“. Als langjährige Mitglieder sind zu nennen Frau Irma Krause, 62 Jahre dabei und davon 12 Jahre erste Vorsitzende († 2015), Gertrud und Peter Dohrn sowie Hilda und Hubert Moske mit über 40 Jahren dabei, Gertrud Dohrn war viele Jahre Schriftführerin. Die jetzige Vorsitzende Sigrid Burmeister, seit 2008 mit ihrem Mann Edgar dabei, tritt sozusagen in die Fußstapfen ihres Vaters Ewald Ruge, der 30 Jahre lang Kassenwart des Vereins war. Sigrid Burmeister, 1960 in Großensee geboren, erinnert sich an die zahlreichen Feste in der Siedlung, zum Beispiel die Schlachtfeste, zu denen Nachbarn und Freunde aus der Siedlung zusammenkamen oder dem jährlichen „Abfischen“ an verschiedenen Teichen, wo sich fast ganz Großensee einfand und sie daher noch Karpfen blau „so liebt“.

Gedanke wird gepflegt


Der Gemeinschaftsgedanke der Siedlergemeinschaft wird gepflegt mit den jährlichen Treffen zur Jahreshauptversammlung und den Grillnachmittagen wie diesem und natürlich mit den immer wiederkehrenden Nachbarschaftstreffen und gegenseitigen Einladungen zu Familienfesten.

Um telefonische Anmeldung (Telefon 04154/99 42 53, Frau Burmeister) zu besseren Planung und Vorbereitung wird gebeten
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