„Sieker sollen mehr Informationen bekommen“

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Susanne Kuplich (45) in ihrem Büro in der Amtsverwaltung Siek Foto: ks

Die designierte Verwaltungschefin Susanne Kuplich über Pläne und Persönliches

Amt Siek. Vor wenigen Tagen wurde Susanne Kuplich (45) zur neuen Verwaltungschefin gewählt. Die Stellvertreterin des amtierenden Amtchefs setzte sich gegen acht Mitbewerber durch. Am 18. November tritt sie die Nachfolge von Jürgen Hettwer an, der als Bürgermeister nach Oststeinbek wechselt. Sie wird für etwa 10.000 Menschen in fünf Gemeinden zuständig sein. WochenBlatt-Reporter Klaus Schlichtmann. sprach mit ihr.
WB: Sie werden Vorgesetzte von 25 Mitarbeitern sein, darunter sind nur fünf Männer. Ein Frauen-Verein?
Susanne Kuplich (lacht): Nein, sicher nicht. Wir sind hier ein gutes, eingespieltes Team, bei dem zwar jeder seinen Bereich hat, aber im gesamten Arbeits- und Organisationsablauf eingebunden ist.
WB: Mitarbeiter-Orientierung also?
SK: Ja, das hat sich bewährt und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
WB: Wird es mit Ihnen einen neuen Führungsstil geben, einen weiblicheren vielleicht?
SK: Nein, Jürgen Hettwer hat in all den Amtsjahren Einfühlungs-vermögen und Bürgernähe bewiesen, und in diesem Sinne
werde ich das Amt fortführen.
WB: Macht es Sie als bisherige Gleichstellungsbeauftragte nicht ein wenig stolz, diese Position erreicht zu haben?
SK: Ja, das freut mich. Und es zeigt, dass es neben den entsprechenden Fähigkeiten mit festem Willen und Beharrlichkeit auch für Frauen möglich ist, in Führungspostionen aufzusteigen.
WB: Im kommenden Jahr beginnt eine neue EU-Förderperiode für den Regionalverband „Holsteins Herz“, dem auch Siek angehört. Gibt es bereits Pläne, Projekte, die für eine finanzielle Förderung in Frage kommen?
SK: Nein, da steht noch viel Arbeit an. Wir müssen zunächst ein Profil für unseren Amtsbereich anlegen, eine sogenannte „integrierte Entwicklungsstrategie“ erarbeiten, was auch geschehen wird. Dann schauen wir weiter.
WB: Die Weiterentwicklung des Ratsinformations-Systems liegt Ihnen am Herzen. Was ist darunter zu verstehen?
SK: Bislang gibt es dieses Informationssystem nur verwaltungsintern, das wollen wir ändern. Wir möchten, dass jeder Bürger übers Internet darauf Zugriff bekommt und so Ratsinformationen, Informationen aus den Ausschüssen und Verbänden, Vorlagen und Einladungen abrufen kann. Insbesondere wollen wir die Arbeit der ehrenamtlichen Bürger so hervorheben und transparent machen, auch das Engagement der insgesamt 67 Gemeindevertreter.“
WB: Üben Sie selbst ein Ehrenamt aus?
SK: Ja. Ich bin an meinem Wohnort Leezen im Vorstand und Kassenwartin eines gemeinnützigen Vereines, der in der Gemeinde Feste und Aktionen organisiert. Die Überschüsse gehen dann an Schulen und Kindergärten.
WB: Sie sind erst 45 Jahre
alt und feiern nächstes Jahr bereits das 30. Dienst-Jubiläum...
SK: Ja, ich habe mich gleich nach der Realschule als Verwaltungsfach-Angestellte beworben und bin seitdem ohne Unterbrechung im Amt. Zwischendurch habe ich die Möglichkeit genutzt und bin nach einer Prüfung in den gehobenen Dienst aufgestiegen.
WB: Sie haben Ihre Entscheidung nie bereut? „
SK: Nein, niemals. Ich mag die Vielseitigkeit in meinem Beruf, arbeite gerne in diesem Team für die Bürger unserer Gemeinden.“
WB: Woher nehmen Sie die Kraft?
SK: Ich habe zwei Hobbys, Linedance, also Tanzen in einer Linie wie bei „Riverdance“. Und den Garten, in dem ich mit meinem Partner gerne arbeite. (ks)
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