Sorge wegen Pferdeherpes

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Pferde, die vom Herpes-Virus infiziert sind, stehen wie diese (nicht infizierte Schimmelstute) in einer Einzelbox, zu der nur Besitzer und Tierärzte Zutritt haben Foto: jae

Kreisverband Stormarn warnt aber vor Panik. Besitzer sind vorsichtig

Stormarn Schönes Wetter, guter Sport – beim traditionellen Reitturnier zum offiziellen Sommeranfang in Zarpen schien alles bestens in Ordnung. Doch es gab einen Gesprächsstoff, der die Gemüter bei Pferdebesitzern, Spring- und Dressurreitern erhitzte: Breitet sich der ansteckende Pferdeherpes-Virus wieder aus?
Beate Gerken aus Rümpel bei Bad Oldesloe, Stellvertretende Vorsitzende des Kreispferdesportverbandes Stormarn, bestätigte die beiden Todesfälle in einem Grander Reitstall, doch sie versuchte zu besänftigen: „Das ist kein Grund zur Panik. Ich habe außerdem nur von einem unbestätigten Fall in Barsbüttel gehört, sonst gibt es keine schlechten Nachrichten.“
Immerhin: Beim Veranstalter Reit- und Fahrverein Zarpen und Umgebung wunderte man sich darüber, dass es trotz des guten Wetters kurzfristig viele Absagen gab – in manchen Prüfungen bis zu einem Drittel.
„Das könnte mit dem wieder aufgetauchten Herpes1-Virus etwas zu tun haben“, glaubt Beate Gerken. „Ich bin unabhängig davon mit meinen Pferden dennoch zum Turnier nach Zarpen gefahren. Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten sollten, würde ich sehr vorsichtig werden, denn in meinem Reitstall stehen fünf Zuchtstuten.“ Ende letzten Jahres starben auf Gut Tangstedt drei Pferde an dem Herpes-Virus.
Die Herpesvirus-Infektion, die nicht meldepflichtig ist, ist eine weitverbreitete, ansteckende Erkrankung. Der Virus wird mit Sekreten der Atemwege ausgeschieden und über die Atemwege (Tröpfcheninfektion) aufgenommen. Es kann zu einem schweren Krankheitsverlauf bis zur Lungenentzündung oder sogar Tod kommen. Der Erreger bleibt lebenslang im Körper des Pferdes. (jae)
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