Spartipps frei Haus

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Constanze Apel zeigt den Wechselrichter, der in ihrem Hausflur hängt. Sobald die Sonne scheint, wird das Wasser durch Solarthermie erwärmt Foto: cs

Aktionstag: Elf Hausbesitzer zeigen, wie sie Energie sparen

Bargteheide. Ein Drittel weniger Strom- und Heizkosten zahlen Wolfgang und Constanze Apel in ihrer Doppelhaushälfte, nebenan leben Angelika und Uwe Schildmeier. Beide Familien haben vor zwei Jahren das komplette Haus großzügig saniert, dafür 71.000 Euro investiert.
Die Apels und die Schildmeiers sind zwei von insgesamt elf Familien, die am „Tag der Erneuerbaren Energien“ ihre Häuser öffnen. Die Aktion am Sonnabend, 20. April, steht unter dem Motto „best practice Beispiele“. Menschen, die ihre Häuser energetisch saniert haben, berichten dabei von ihren Erfahrungen.
Bei der Sanierung der beiden Doppelhaushälften wurden neue Fenster eingesetzt, das Dach gedämmt und neu gedeckt, außerdem kam eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Solarthermie sorgt von für die Warmwasseraufbereitung. Zusätzlich wurden die Gemäuer kerngedämmt. Schon vor 20 Jahren wurde eine Regenwassernutzungsanlage eingerichtet. Dabei wurde im Zuge einer Heizungserneuerung der alte Öltank umgerüstet.
„Durch die Kombination aller Sanierungsarbeiten haben wir rund 30 Prozent Einsparungen“, so Hausbesitzer Wolfgang Apel. „Rechnet man die Investitionskosten dagegen, amortisiert sich das in zehn bis 15 Jahren“. Im Laufe der Erneuerungsarbeiten wurden das Paar zu Experten. „Gerade die Stromabrechnungen haben es in sich“, so Apel. Es lohne sich eine ganz genaue Prüfung. „Der Austausch mit Gleichgesinnten, das Vernetzen miteinander bei einem solchen Umbau Wand an Wand ist besonders wichtig“, bestätigt Angelika Schildmeier.
Bargteheide. Beim „Tag der Erneuerbaren Energien“ am Sonnabend, 20. April, geben Hausbesitzer ihre Erfahrungen beim energieeffizienten Umbau weiter. „Hauseigentümer werden im Laufe einer Sanierung oft zu Spezialisten und können hilfreiche Tipps weitergeben“, verrät die Klimabeauftragte Ulrike Lenz. Neben den elf privaten Haushalten, die Interessierten ihr Zuhause öffnen, sind auch wieder das Klärwerk (Blockheizkraftwerk) und die Gärtnerei Jentsch (Holzhackschnitzelheizung) zur Besichtigung frei.
Die Ehepaare Apel und Schildmeier stehen voll hinter ihrem Sanierungskonzept. Neben einer guten Vernetzung raten sie allen Interessierten, so früh wie möglich mit einem Umbau zu starten. „Die Früchte erntet man schließlich erst in zehn bis 15 Jahren. Man sollte nicht zu alt sein.“ (cs)
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