Steuer-Rabatt gefordert

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Christian Gajda setzt sich für eine Hundesteuerermäßigung von armen Senioren ein

Seniorenrat: Hundehaltung sonst zu teuer

Trittau. Um die im Jahresverlauf entstehenden Kosten für die Schaffung des gemeinsamen Bauhofes mit Lütjensee, der Altlastensanierung in der Bunsenstraße und die gestiegenen Kosten für die Kinderbetreuung auszugleichen, hat die Gemeinde entschieden, die Hundesteuer zu erhöhen.
Halter müssen ab Januar für den ersten Hund 110 (bisher 100 Euro) zahlen, auch die Sätze für Zweit- und Dritthunde steigen um zehn Euro. Bei Empfängern, die beispielsweise 391 Euro Grundsicherung erhalten, sind 110 Euro Hundesteuer ein Drittel der finanziellen Mittel, die ihnen monatlich für Bedürfnisse des täglichen Lebens zustehen.
Andererseits: „Der Hund ist für Alleinstehende oft die einzige soziale Bindung“, sagt Seniorenbeiratsvorsitzender Christian Gajda. Er findet, dass diese Menschen deshalb finanziell entlastet werden sollten.
Aus diesem Grund hat er auf der letzten Gemeindevertretersitzung beantragt, alle Grundsicherungsempfänger sowie Menschen, die eine Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen, von der Hundesteuer für den ersten Hund zu befreien. Nun wird dieser Vorschlag in der Verwaltung geprüft.

Entscheidung: 18. März

Im Finanz- und Wirtschaftsausschuss am 18. März soll darüber abgestimmt werden. Für eine Ermäßigung spricht aus Gajdas Sicht auch, dass sich der finanzielle Aufwand dafür im Rahmen hielte. „In unserer Gemeinde leben weniger als ein Prozent der Bürger von der Grundsicherung“, sagt er. Daher sollte sich die Gemeinde das leisten können. Bürgermeister Walter Nussel findet: „Hier sind unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen.“ So stellt sich die Frage, ob auch Empfänger anderer öffentlicher Hilfen bei der Hundesteuer unterstützt werden sollten oder nur ältere, alleinstehende Grundsicherungsempfänger begünstigt werden. (msa)
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