Streit um die Teiche

Anzeige
Eine Planzeichnung zeigt, wie sich der Investor die Bebauung an der Südseite des Sees vorstellt Repro: fnf

Investor will Wohnungen und Fischzucht. Politiker dagegen

Von Finn Fischer
Ammersbek. Wohnbebauung, ein Sportplatz und eine Fischzucht sind geplant. Der Investor ASP Fischteiche GmbH verhandelt mit der Verwaltung und den Fraktionen über die Nutzung des Geländes um die Timmerhorner Teiche. Doch noch immer konnten sich die Parteien in wesentlichen Punkten nicht einigen. Der Investor kritisiert außerdem die mangelnde Kommunikation.

Investor spricht von „Blockadehaltung“

„Die beiden Mehrheitsparteien verweigern den Dialog von Anfang an bis heute. Das ist meiner Meinung nach, bei gewählten Volksvertretern in einer Demokratie sehr bedenklich“, sagt Tom Schau, Geschäftsführer der ASP Projekt Fischteiche GmbH. „Ich erwarte, dass die politischen Vertreter erkennen, dass die Blockadehaltung ebenso wenig zielführend ist wie unsere ursprüngliche Vorstellung rund um den See Bauplätze zu schaffen. Mit der festgefahrenen Meinung der Mehrheitsparteien wird der Bürgerwille nicht umgesetzt“
So plant der Investor unter anderem eine maßvolle Bebauung im Norden und weitere Einfamilienhäuser auf einem Seegrundstück am Bramkamp. Doch dort sieht der aktuelle B-Plan keine Bebauung vor.
Das Verhältnis zwischen den Parteien scheint mehr und mehr gespannt. „Die Grundstücke (Bramkamp, Anm.d.Red.) waren bei der Ersteigerung weder als Bauland noch als Bauerwartungsland ausgezeichnet. Dennoch tritt der Investor mit einer Erwartungshaltung gegenüber der Verwaltung auf. Das ist schon merkwürdig“, sagt Bürgermeister Horst Ansén. Neben der strittigen Bebauung der Bramkamp-Grundstücke soll es nach den Wünschen des Investors auch eine Bewirtschaftung des Teiches durch einen Pächter geben. „Wir werden keinen Betreiber finden, der nur Spaß an den Kosten hat“, sagt Tom Schau. „Wir haben ja den Betreiber und dessen Konzept vorgestellt und deutlich gemacht, dass es hier nicht um einen großen Fischzuchtbetrieb gehen wird.“ Stattdessen soll so die Teicherhaltung gesichert werden. Schau: „Der Teich würde sonst vermodern.“

„Unsere Fraktion hat sich mehrheitlich gegen eine Bewirtschaftung mit Fischzucht ausgesprochen“ Ingeborg Reckling (SPD)

Die Sozialdemokraten, neben der CDU größte Fraktion in der Gemeindevertretung, wird wohl für den B-Plan der Verwaltung stimmen. „Unsere Fraktion hat sich mehrheitlich gegen eine Bewirtschaftung mit Fischzucht ausgesprochen“, sagt Ingeborg Reckling, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ammersbek. „Persönlich bedauere ich aber, dass es keine Bewirtschaftung geben soll. Immerhin hat es die eigentlich schon immer gegeben.“
In der Gemeindevertretersitzung am 8. Juli wird der B-Plan-Entwurf für das Gelände beschlossen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige