Streit ums Badlantic

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Die Stadt möchte das Badlantic künftig allein betreiben Foto: stb

Stadtwerke wollen Energieversorgung

Ahrensburg. Tauziehen um ein Freizeitbad: Seit mehr als einem Jahr verhandelt die Stadtverwaltung Ahrensburg mit dem Energieversorger E.on Hanse über die vorzeitige Auflösung des Betreibervertrages für das Ahrensburger Schwimmbad Badlantic. Eigentlich sollte E.on Hanse das Bad am Reeshoop 60 noch bis Ende Juni 2017 unter den jetzigen Vertragskonditionen mit Energie versorgen. Doch Ahrensburg möchte die Versorgung gerne den eigenen Stadtwerken übertragen.

Stadt möchte absolute Beteiligung

Stadtsprecher Andreas Zimmermann sagt: „Es handelt sich um eine sehr zähe Angelegenheit.“ Das Ziel bei den Verhandlungen sei es, dass das Freizeitbad zu 100 Prozent in den Besitz der Stadt oder den der Stadtwerke kommen. Zimmermann: „Dann hätte die Stadt kompletten Handlungsspielraum.“
Noch immer können sich die Parteien nicht auf einen Kaufpreis einigen. „Die Gespräche sollen jedoch in den nächsten Wochen abgeschlossen werden“, versichert Peter Röckendorf, zuständig für die Ahrensburger Finanzen. Im März oder April könne die Kompromisslösung an die städtischen Gremien zur Abstimmung weitergegeben werden. Der Vertrag ist sehr umstritten, da die Konditionen damals zum Nachteil der Stadt gezeichnet wurden.

Freizeitbad mit Finanzproblemen

Darüber hinaus hat das Freizeitbad seit Jahren finanzielle Probleme. „Wir wollen die nachteilige Vertragsgestaltung für die Stadt verbessern und das Defizit minimieren“, so Peter Röckendorf. Dem Badlantic stehen jährlich 1,8 Millionen Euro aus dem Haushalt für seinen Unterhalt zu. E.on Hanse beteiligt sich jährlich mit gerade mal etwa 70.000 Euro, um das jährliche Defizit des Betriebs auszugleichen. (stb)
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