Streit ums Stromnetz

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Walter Nussel will, dass der Vertrag mit den Vereinigten Stadtwerken in Kraft tritt. Foto: bm

Trittau. 110 Gemeinden aus Schleswig-Holstein haben sich zu dem „Bündnis Schleswig-Holsteiner Gemeinden für Wettbewerb in der Energieversorgung“ zusammen geschlossen, um gegen die Verzögerungstaktik der Schleswig-Holstein Netz AG (E.on Hanse) zu protestieren

. Gestritten wird auch darüber, ob nur die Niederspannungsnetze oder auch die Mittelspannungsnetze übergehen müssen.
Hier ist die Frage, ob die Mittelspannungsnetze für die Versorgung nötig sind oder nur durchleiten. Eine weiteres Problem sehen Borchers und Nussel in der Laufzeit, die bis 31.12.2031 abgeschlossen wurde: „Die Firmen brauchen Zeit für Investitionen“, sagte Nussel. „Durch die Verzögerungen verkürzt sich der Vertragszeitraum, Investitionen kommen nicht voran“. In einer schriftlichen Erklärung der Schleswig-Holstein Netz AG, die dem Wochenblatt vorliegt, heißt es: „Die mit der Rekommunalisierung drohende Netzzersplitterung wirkt sich negativ auf den Netzbetrieb aus. Um den Herausforderungen der Energiewende zu entsprechen, wird ein zusammenhängendes Netz mit vielen Querverbindungen, einheitlicher Betriebsführung sowie einem hohen technischen Standard, etwa durch fernüberwachte Ortsnetzstationen, immer wichtiger.“
Des Weiteren erklärt das Unternehmen, der Schleswig-Holstein Netz AG Verzögerungstaktik vorzuwerfen sei sachwidrig. „Der übernehmende Netzbetreiber will, dass wir mehr Netzanlagen herausgeben, als überhaupt Gegenstand der Vergabe waren.“ Man akzeptiere die Konzessionsentscheidungen „schweren Herzens“, wolle jedoch die Gründe dafür „verstehen und nachvollziehen können“. Prüfungen seien auch deshalb nötig, weil eine „Reihe von Fällen“, wie etwa Heiligenhafen, gezeigt hätten, dass die Neuvergabe von Konzessionen teilweise nicht den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprochen habe. (bm)
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