Surminski ist Namensgeber der Bücherei Trittau

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Arno Surminski mit einem Foto seiner Eltern, von denen er im Alter von zehn Jahren getrennt wurde und die er nie wieder sah Foto: Pantelmann

Gemeinde ehrt Schriftsteller. Festakt ist am 27. Oktober

Von Margret Pantelmann
Trittau
Für den Schriftsteller Arno Surminski (82) wurde Trittau seine Heimat, nachdem er als Zwölfjähriger, nach Lager und Vertreibung aus Jaglack in Ostpreußen, 1947 hier her gelangte. Ihm zu Ehren wird die Gemeindebücherei nun in „Arno Surminski Gemeindebücherei Trittau“ benannt „Da ich in meiner Trittauer Jugendzeit zwar ein großes Interesse, aber keinen Zugang zu Büchern hatte, ist es schon eine Freude, nun ausgerechnet mit dem Namen einer Gemeindebücherei nach Trittau zurückzukehren“, brachte er seine Begeisterung zum Ausdruck. In seiner Anwesenheit lädt die Gemeinde zum Festakt am Donnerstag, 27. Oktober, um 17 Uhr in das Campehaus, Rausdorfer Straße 1, in Trittau ein. Im Rahmen der feierlichen Namensgebung wird die Ausstellung „Erinnertes Leben – Gelebte Erinnerung Arno Surminski zum 80. Geburtstag“ eröffnet. Um 19.30 Uhr wird bei freiem Eintritt in die Wassermühle zur Autorenlesung des stets mit Trittau verbundenen Schriftstellers geladen.In Trittau verbrachte Surminski seine Kindheit und Jugend, in Trittau lernte er auch seine Frau Traute kennen. Er absolvierte eine Lehre in einem Anwaltsbüro, aber dann zog es ihn als 21-Jährigen nach Kanada. Nach zwei Jahren in einem Holzfällercamp ging es für ihn „immer mit Heimweh nach Trittau“ wieder zurück und er arbeitete zunächst wieder in der Anwaltskanzlei. Seine schriftstellerische Begabung entdeckte er bereits mit zwölf Jahren. „Schreiben lag mir, obwohl mir zwei Klassen fehlten“, erzählt Surminski.Er habe viel gelesen und immer darauf geachtet, wie man schreibt. Um Geld für Bücher zu sparen, sei er nicht mit dem Bus, sondern mit dem Fahrrad zur Hamburger Berufsschule am Berliner Tor gefahren. „Voller Bewunderung stand ich immer vor dem Buchgeschäft am Wandsbeker Markt“, erinnert er sich. Vielfach für sein umfangreiches Werk ausgezeichnet, wurde ihm kürzlich das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. „Schreiben ist mein Leben“, sagt er. Dabei hat nur sein Erstlingswerk „Jokehnen“ einen autobiografischen Charakter – es wurde gleich ein Bestseller.
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