Tag der erneuerbaren Energien

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Maik Kortmann, der Leiter des Bargteheider Klärwerks wird am Tag der erneuerbaren Energien die Anlage präsentieren. „In Sachen Energieeffizienz liegen wir ganz weit vorn“, so Kortmann. Foto: cs

Neue Technologien werden im Klärwerk und der Gärtnerei vorgestellt

Bargteheide. Im Rahmen der bundesweiten Initiative zum Tag der erneuerbaren Energien öffnet das Klärwerk Bargteheide am Sonnabend, 28. April, seine Tore. In zwei Führungen um 11 und um 14 Uhr erklärt der Leiter der Anlage, Maik Kortmann, wie das hiesige Klärwerk die Energie, die es verbraucht, in größten Teilen selbst erzeugt. Neben der neuen Photovoltaikanlage wird gezeigt, wie die anfallenden Faulgase in Wärme und Strom umgewandelt werden. Hier geht man bereits seit Jahren mit positivem Beispiel voran. 85 Prozent des benötigten Energiebedarfs werden selbst produziert, seit im vergangenen November die große Photovoltaik-Anlage auf den Dächern in Betreib genommen wurde. Davor waren es bemerkenswerte 77 Prozent Eigenenergie Nutzung, die aus der organischen Verschmutzung durch Umwandlung gewonnen wird. „Wir sind noch nicht vollständig autark, aber auf einem guten Weg“, beschreibt Betriebsleiter Maik Kortmann die Situation. Auch Bürgermeister Dr. Henning Görtz hofft, „in absehbarer Zeit die 100 Prozent Eigenenergienutzung zu erreichen“. Zur weiteren Energiegewinnung soll noch in diesem Jahr ein Projektversuch gestartet werden. Dabei wird der vorhandene Schlamm weiter optimiert, per Ultraschall werden die Zellen aufgebrochen, um durch diesen Vorgang noch mehr Gas gewinnen zu können. „Normalerweise ist eine Kläranlage ein großer Energiefresser. Wir sind schon seit dem Umbau 1995 zu einem energiesparenden Betrieb geworden“, sagt Kortmann. Doch Bargteheide hat noch mehr umweltfreundliche Unternehmen zu bieten. Die Gärtnerei Jentsch spart mit einer 30 Kubikmeter Zisterne jährlich 1,5 Millionen Liter Wasser, was wieder in den betriebseigenen Gewächshäusern eingesetzt wird. Beim „Tag der erneuerbaren Energien“ am nächsten Wochenende können Interessierte in der Gärtnereo Jentsch die automatische Holzhackschnitzelheizung mit 500kW Wärmeleistung besichtigen.
Diese spart durch das Verbrennen der Holzschnitzel der Umwelt jährlich 187 Tonnen CO2. Aber auch in privaten Haushalten wird umweltfreundlich gedacht. Familie Schildmeier lädt zusammen mit der Initiative Bürger für Klimaschutz zur Besichtigung ihres energetisch sanierten Altbaus von ein. Holzweichfaserdämmung im Dach, Photovoltaikanlage sowie eine Warmwasserunterstützende Solarthermie-Anlage mit einem 400 Liter Wasserspeicher sind in das Haus von 1885 integriert. Außerdem gibt die Familie gern Tipps und Ratschläge rund ums Thema Fördermöglichkeiten. In zwei gemeinsamen Führungen per Rad werden die verschiedenen Ziele angefahren.
• 10.30 / 13.30 Uhr: Treffpunkt vor dem Stadthaus zur gemeinsamen Radtour zum Klärwerk.
• 11 / 14 Uhr: Führung im Klärwerk. Im Anschluss gemeinsames Radeln zur Gärtnerei Jentsch.
• 16 Uhr: Führung Familie Schildmeier, Theodor Storm Strasse 3, Bargteheide.
Alle Ziele können auch in Eigenregie zu den angegebenen Zeiten besucht werden. (cs)
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