Tradiations-Diskothek

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Stefanie Preuß mit Tochter Josy. Gemeinsam haben sie es noch nicht geschafft, aber beide feiern gern im Cuzco. Foto: cs

Im Cuzco feiern Mütter mit Töchtern

Bargteheide. Generationen von Tanzfreudigen hat es schon hierhergezogen. Manch eine Liebe fand hier ihren Anfang oder ihr Ende, zahlreiche bestandene Prüfungen wurden gefeiert, Nächte durchgetanzt und Partys zelebriert. Fragt man Teenies, Twens und Menschen über 30 oder auch 40 in und um Bargteheide, fast jeder verbindet mindestens ein Erlebnis mit der Discothek, „dem Cuzco“.
So auch Stepfanie Preuß und ihre Töchter Josy und Jamy. Die 48-Jährige ist selbst Stammgast im Cuzco, immer zur Teenagerspätlese. „Man fühlt sich wie mit 18, trifft die alten Bekannten von früher und hört die Musik. Ein bisschen wie nach Hause kommen.“ Das bestätigt auch Tochter Josy. Die 20-Jährige hat schon manch eine Party hier gefeiert. „Das ist total praktisch.
Hier trifft man immer jemanden, den man kennt. Außerdem ist es gleich um die Ecke.“ Dass schon ihre Mutter hier die ersten Disco-Erfahrungen gesammelt hat, stört sie nicht. Zusammen gefeiert haben sie auch schon, allerdings noch nicht im Cuzco.
Legendär sind seit Generationen die Weihnachtspartys. Jahrzehnte galt die Verabredung, nach Kirche, Weihnachtsschmaus und familiärer Besinnlichkeit trifft man sich Heiligabend ab 22 Uhr im Cuzco. Erst dann ist wirklich Weihnachten. „Heute ist es oft so voll, dass man draußen Schlange steht“, erzählt Josy.
Als 2009 das Aus für die Disco kam, herrschte Betroffenheit auf allen Seiten. Seit Jahren kursierten Gerüchte um eine mögliche Schließung, nun war es so weit. Nach dem Tod des Besitzers Wolfgang Assmy, ein Urgestein der Stormarner Disco-Szene, kam es zu familiären Einigungen. Doch die Party-Szene ließ nicht locker.
2010 organisierten Cuzco-Fans die Demo „Das Cuzco darf nicht sterben“, ließen „I love Cuzco“–T-Shirts drucken und machten auf die Situation jugendlicher Partygänger in Bargteheide aufmerksam. Schließlich wollten auch die neuen Besitzer der Disco das Cuzco, das seit 1977 zum festen Bestandteil Bargteheides gehörte, nicht einfach aufgeben. Im Februar 2012 öffnete Inhaberin Martina Assmy erstmals wieder die Pforten. „Wir haben ein großartiges Publikum. Oft kenne ich die Eltern und nun kommen die Kinder zum Feiern“, so die Betreiberin. „Ein bisschen wie beim Elternabend.“
Neben regelmäßig stattfindenden Live-Events wird es auch die Weihnachtsparty in diesem Jahr wieder geben. Mit einem besonderen Touch, denn „Weihnachten im Cuzco“ feiert 24-jähriges Bestehen. (cs)
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