Umweltschädlich

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BGT Fraktionsvorsitzender Michael Amann will die Beseitigung der Altlast in der Bunsenstraße im Auge behalten.Foto: bm

Erdreich in der Bunsenstraße ist mit Halogenen belastet

Trittau. Die Altlast in der Bunsenstraße 2 war kürzlich Thema im Planungsausschuss und in der letzten Gemeindevertretersitzung des Jahres.
Zwei Vertreter des Kreises berichteten im Ausschuss, dass die Belastungen durch den Umgang mit Lösungsmittel in den 80er- Jahren in den Boden eingetreten sind und dass eine damalige Beseitigung nicht ausreichend war. Seit 2009 sei der Kreis mit der „geschichtlichen“ Erfassung des Themas beschäftigt. Erste Grundlagen für die Durchführungen von Messungen wurden in den Jahren 2010/ 2011 gelegt und sichere Ergebnisse über die Werte bezüglich der Belastungen lagen im August 2012 vor.
Es besteht demnach eine Belastung mit Halogenen im Bereich Bunsenstraße 2 und dem südöstlich angrenzendem Bereich, die zu einer veränderten Fassung des neu aufzustellenden Bebauungsplanes Nr. 44 (östlich Kieler Straße –ehemaliger Güterbahnhof- B-Plan Nr.44) führen. So könnten in bestimmten Bereichen, deren Grenzen sich auf der Grundlage der Messpunkte ergeben, „Ausdünstungen“ aus dem Bodenbereich, die sich in vorhandenen oder zukünftigen Baukörpern sammeln könnten, bei steter Belastung zu Gesundheitsschäden führen. Die Stoffe sind bei hoher Konzentration krebserregend.
Grenzwerte nicht erreicht
Die Grenzwerte einer besonderen Gefährdung werden zwar grundsätzlich nicht erreicht und die in einer Tiefe von fünf bis zehn Metern liegenden Giftstoffe „verflüchtigen“ sich schnell wenn sie an die Luft kommen. Trotzdem ist die Belastung in der direkten Nachbarschaft zum Grundstück Bunsenstraße 2 erhöht. Arbeits- und Wohnräume (Kellerräume) zur ständigen Nutzung sollten aus diesem Grunde dort nicht gebaut werden. In süd- bzw. nordöstlicher Richtung von der Bunsenstraße 2 aus würden auch Belastungen bestehen, die eine Wohnbebauung in dem beschriebenen Bereich des B-Plan Nr.44 dem Grunde nach nicht zulassen. Eine normale Nutzung als Wiese wäre dagegen unbedenklich.
Die BGT-Fraktion hat gemeinsam mit den Vertretern der anderen Fraktionen weitere Informationen beim Kreis eingefordert und diese durch die Sitzungen öffentlich gemacht. „Dies haben wir als Kommunalpolitiker gemeinsam gegen erste Widerstände durchgesetzt! Wir sehen hier ein brisantes Thema in Bezug auf die Umweltbelastung, so dass eine Information der Öffentlichkeit zwingend erforderlich wurde“, so der Fraktionssprecher der BGT, Michael Amann. In welcher Form und Intensität die Belastungen beseitigt würden, wer die Kosten trägt und welcher Zeitraum dafür benötigt würde, blieb unbeantwortet. Auch die Fragen der Kommunalpolitiker und der anwesenden Bürger wurden nicht zur vollen Zufriedenheit beantwortet. Ein Unternehmer, ansässig auf einem Nachbargrundstück, erwägt, eine geplante Betriebserweiterung zurück zu stellen. „Sicher, die Belastungen bestehen nicht in einer Form, dass man an andere extreme Umweltbelastungen aus früheren Zeiten in Deutschland oder Europa erinnert werden könnte, dennoch gilt es dafür Sorge zu tragen, dass die Ursachen der Belastungen beseitigt werden“, betont Amann. (bm)
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