Verein Pryvit hilft Kindern aus Tschernobyl

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Malte Paasch, stellvertretender Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf (links) und Pryvit-Vereinsgründer Wulf Garde (Mitte) freuen sich über die ukrainischen Gäste Foto: Bandemer

Jedes Jahr haben die jungen Gäste aus der Ukraine eine schöne Zeit in Großhansdorf

Von Stella Bandemer
Großhansdorf
Ein Tag lang Feuerwehrmann sein. Für die 18 Kinder aus der verstrahlten Tschernobyl-Region erfüllte sich dieser Traum. Sie konnten sich in Feuerwehrmann-Montur kleiden, die verschiedenen Einsatzwagen anschauen und sogar mit der Drehleiter nach oben fahren. Der gemeinnützige Verein „Pryvit“ holt jedes Jahr rund 20 Kinder aus der Ukraine für einen Erholungsaufenthalt nach Deutschland. Dabei bietet der Verein den Kindern und Jugendlichen im Alter von sieben bis 17 Jahren auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Der Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf gehört fest dazu. Malte Paasch, stellvertretender Jugendwart sagt: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Kinder sich freuen.“ Beim Wasserfußball mit Kübelspritzen konnten die Kinder sich ordentlich austoben. Aber auch Arztbesuche gehören bei dem Aufenthalt dazu. Zahnarzt, Augenarzt und ein allgemeines Check-Up waren die Stationen, die die Kinder durchlaufen haben. Bei einem der Gäste wurde dabei ein schweres Kieferleiden festgestellt. Eine Zyste hat sich stark entzündet und ein Nerv wird dadurch eingeklemmt. Doch eine Operation würde rund 7.000 Euro kosten.

Nur eine OP bezahlbar


„Das Geld für diese teure Operation haben wir leider nicht“, bedauert Vereinsgründer Wulf Garde sehr. Eine weitere Operation für ein Kind mit einer schweren Augenfehlstellung in der Park-Klinik Manhagen könne wohl noch während des Aufenthalts durchgeführt werden. Zudem wird auf eine ausgewogene Ernährung geachtet. Der Verein wählt jedes Jahr die Kinder aus der verstrahlten Tschernobyl-Region für den Aufenthalt aus. Dabei wird darauf geachtet, wie die familiären und wohnlichen Verhältnisse aussehen und sucht so die besonders bedürftigen Kinder aus. Für sein Engagement wurde Pryvit in diesem Jahr mit dem Olof-Palme-Preis ausgezeichnet. Traditionell wird kurz vor der Abreise der Kinder wieder das ukrainische Dankfest im Großhansdorfer Schullandheim Erlenried gefeiert. Zu diesem Anlass üben die Kinder traditionelle Tänze und Lieder aus der Heimat ein. Dabei werden sie in ihrer Tracht namens „Wischiwanka“ auftreten. Das Abschiedsfest findet am Sonnabend, 20. August, ab 15 Uhr statt.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter www.pryvit.de
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