Viel Hilfe für das Hospiz

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Sie sind das Gründerteam der Aktion „Lebensweg“: Sabine Tiedtke (v.l.), Karin Roes-Schult, Angela Scholtz, Beronika Burnolajt und Maren Börner. Foto: H.-E. Jaeger

Selbst Prominente wollen das Projekt unterstützen

Von Hans-Eckart Jaeger
Bad Oldesloe. Viele Menschen sagen: „Das ist doch
nur eine fixe Idee“. Aber der Kreis derer, die in Bad Oldesloe einer Vision folgen, wird immer größer. Der Vision von Sabine Tiedtke, die in der Kreisstadt ein stationäres Hospiz, das
erste im Kreis, errichten möchte. Es soll ein professionell geführtes Mehrgenerationenhaus für sechs Kinder und sechs Erwachsene werden und den Namen „Lebensweg“ tragen. Fast jeder Stuhl im Bürgerhaus in der Mühlenstraße war besetzt, als Sabine Tiedtke erstmals in der Öffentlichkeit detailliert von ihren Plänen berichtete. Ihr Engagement und ihre Zuversicht waren ansteckend, die etwa 60 Zuhörer spendeten reichlich Beifall. „In der Kraft der Gemeinschaft ist es möglich, Menschen auch in der letzten Phase des Lebens willkommen zu heißen und somit das Sterben wieder ins Leben zu holen“, sagte die Initiatorin. „Sie sollen in einem Umfeld der Geborgenheit in Würde begleitet werden und liebevolle Unterstützung erfahren.“ „Wir stehen mit der Verwirklichung des Millionenprojektes noch ganz am Anfang, aber es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze“, berichtete die examinierte Krankenschwester. Ihr Telefon steht nicht still, Menschen aus Hamburg, Lübeck und dem Kreis Stormarn bieten ihr Unterstützung an.
Die Intitiatoren des Hospizes können sich über viel Hilfe freuen.
So gibt es bereits Angebote, dem Verein ein Grundstück zu schenken, wo er sein Hospiz errichten kann. Auch der Businessplan wurde den Initiatoren kostenlos erstellt. Mietfreie Büroräume gehören auch dazu. Im Februar soll die Gründungsversammlung der gemeinnützigen GmbH stattfinden, ein Förderverein danach auf Spendensuche gehen.
Sabine Tiedtke hat auch einen prominenten Fürsprecher: Detlev Buck. Und darüber ist sie sehr glücklich. Auch der 50 Jahre alte Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur aus Nienwohld will sich tatkräftig engagieren.
Weil Buck einen Termin in Berlin hatte, entschuldigte er sich für sein Fernbleiben im Bürgerhaus, aber er schickte ein paar Zeilen. Auch er habe Angst dem Tod zu begegnen, schrieb er u.a., und deshalb werde er die Schirmherrschaft für das Hospiz-Projekt übernehmen.
„Alle unsere Bewohner (so heißen die Patienten im Hospiz ‚Lebensweg‘) sterben, doch wer glaubt, das Leben sei bei uns voller Trauer und schwer, der irrt“, stand auf einem Plakat im Bürgerhaus geschrieben.
Sabine Tiedtke sagt: „Ich glaube, wir können etwas bewegen. Wenn wir alle hinter dem Projekt stehen, dann schaffen wir es gemeinsam.“ (jae)

Ansprechpartnerin: Sabine Tiedtke, Tel.: 04531/ 435 99 58, oder Tel.: 0172/ 680 85 49.
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