Vogelschützer geehrt

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Dr. Eckhardt Schrey überreichte Erika Vauk die Auszeichnung „Silberner Austernfischer“Fotos: fnf

Ahrensburger Verein dankt Erika und Gottfried Vauk

Von Finn Fischer
Ahrensburg. Immer mehr Tiere, vor allem Vögel sind durch die Eingriffe des Menschen in die Natur bedroht. Auch der Austernfischer. In diesem Jahr bekam das Tier den Titel „Seevogel des Jahres“ verliehen.
Der Verein Jordsand, zum Schutze der Seevögel und der Natur in Ahrensburg, hat den schwarz-weiß-roten Vogel als „Seevogel des Jahres 2014“ ausgewählt, um auf den starken Rückgang dieser Art hinzuweisen.

„Wissenschaftliche
Untersuchungen deuten
darauf hin, dass eine
Hauptnahrungsquelle
der Vögel, das sind
Herz- und Miesmuscheln,
nicht mehr ausreichend
zur Verfügung steht“
Dr. Eckhardt Schrey
Jordsand-Vorsitzender
Erika und Gottfried Vauk waren jahrelang auf der Insel Helgoland für den Vogel- und Küstenschutz im Einsatz. Sie beringten dort unter anderem hunderte Austernfischer. Für dieses beispielhafte Engagement erhielten die Ehrenamtlichen des Vereins Jordsand nun die Auszeichnung „Silberner Austernfischer“.
Trotz der Hilfe der Ehrenamtlichen, den Bestand der Austernfischer zu schützen, gibt es immer weniger Tiere. Allein im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sank die Zahl der Brutpaare in den letzten 15 bis 20 Jahren um 50 Prozent auf nur noch etwa 10.000 Tiere. Insgesamt brüten im Wattgebiet von Borkum bis Sylt sowie im küstennahen Binnenland noch über 25.000 Paare. Auch europaweit nahmen die Bestände von rund einer Million auf etwa 800.000 ab.
„Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Hauptnahrungsquelle der Vögel, das sind Herz- und Miesmuscheln, nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht“, schilderte Jordsand-Vorsitzender Dr. Eckhardt Schrey. „Zum anderen ziehen Austernfischer an der Festlandküste zu wenige Junge groß. Vor allem Raubsäuger wie der Fuchs plündern Gelege.“ Ein weiterer Grund könnte der von der Klimaerwärmung angetriebene Anstieg des
Meeresspiegels sein. Läuft
das Wasser im flachen Watt höher auf, dann verbleibt den Vögeln wenig Zeit für die Suche nach Muscheln und Wattwürmern.
Viele Jungvögel ertrinken
Auch haben Frühsommerfluten zur Brutzeit im Mai und Juni zugenommen. Dabei werden viele Gelege zerstört und Jungvögel ertrinken. Freizeitaktivitäten aller Art sorgen ebenfalls für Störungen. Die größten Vorkommen finden sich auf den Inseln vor Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie auf den nordfriesischen Halligen. Entlang der großen Flüsse Elbe, Weser und Rhein hat die Art auch angrenzende Teile des Binnenlandes besiedelt.
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