Vom Buch zur Fotostory am PC

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Ulli Reichle (Hort am Schloss) (v.l.), Ursel Normann (Vorlesepatin), Kevin Krüger (FSJler Hort am Schloss) und Thomas Patzner (Leiter Bücherei) mit den Schülern Foto: fnf

Mediennutzung: Ahrensburger Stadtbücherei zeigt Ergebnisse eines Workshops mit Kindern

Ahrensburg Fotos knipsen statt malen, auf dem Tablet surfen statt lesen. Vielen Kindern sind Bücher fremd geworden. Mit dem Projekt „Lesen macht stark“ gingen Awo-Hort und Grundschule Am Schloss nun eine Kooperation ein, um mit einer Kombination aus Leseförderung und digitalen Medien Schülern der vierten Klassen den verantwortungsvollen Umgang mit Tablets und PCs näher zu bringen. In den Workshops verarbeiteten die jungen Teilnehmer zwei Kinderbücher in Fotostorys.
„Wir wollten den Kindern zeigen, dass man mit den Geräten auch etwas anderes machen kann, als nur Computerspiele zu spielen. Es gibt damit so viele technische Möglichkeiten“, sagt Ulli Reichle vom Hort am Schloss. Mit dem Projekt wird keineswegs das Buch als Informationsquelle abgeschrieben. Vielmehr wurden Tablet und PC als Ergänzung genutzt. So arbeiteten sich die Kinder der beiden Kurse zunächst durch die Kinderbücher „Die Stadt der Kinder“, beziehungsweise durch „Die drei ??? Kids – Spuk in der Schule“. Aus beiden Geschichten erarbeiteten die Schüler dann selbstständig zwei Kurzgeschichten als Fotostorys, waren Autoren, Fotografen und Artisten zugleich.

Kinder allein aktiv


„Die Kinder mussten die Umsetzung ganz eigenständig organisieren – und das hat super geklappt“, freut sich Ilka Bielesch von der Grundschule am Schloss. Die Zielgruppe, die angesprochen werden sollte, waren im wesentlichen Jungen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren aus Hort und Schule mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. „Mit der Unterstützung von erfahrenen Lesepaten wollten wir auch bisherige Nichtleser erreichen“, sagt Thomas Patzner, Leiter der Bücherei in Ahrensburg. „Es war schon toll zu sehen, wie begeistert sich die Kinder dem Thema widmeten“, sagt er und berichtet von einer Szene auf der Polizeistation. „Für einen Teil der Geschichte brauchten die Kinder zwei Polizisten, die in einen Streifenwagen steigen. Das haben die Schüler ganz alleine hinbekommen“, berichtet Patzner. In der einen Geschichte geht es um eine Stadt, in der plötzlich alle Erwachsenen verschwinden und die Kinder auf sich alleine gestellt sind. Die zweite Fotostory spielt zu einem Großteil im Schloss. Bei der Umsetzung wurden die Kinder auch von zwei Elternteilen, dem Awo-FSJler Kevin Krüger und Vorlesepatin Ursel Normann unterstützt. Das Ergebnis, eine Fotowand und die Fotostorys, ist in der Stadtbücherei zu sehen. (fnf)
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