Was wird aus der Kapelle?

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Die Friedhofskapelle von außen Foto: wb

Heizung kaputt, Gebäude sanierungsbedürftig. Doch Trittau fehlt Geld

Von Victoria Kirjuschkin
Trittau
Etwa einmal im Monat gibt es in der Kapelle des Südfriedhofs Trauerfeiern. In der kalten Jahreszeit müssen die Besucher dabei wohl künftig frieren: Trittau kann die Heizung des Trauerraumes, die seit einigen Wochen defekt ist, nicht ersetzen. Eine neue Anlage würde laut Kostenvoranschlag etwa 18.500 Euro kosten.
Zudem sind Kapelle und Nebengebäude dringend sanierungsbedürftig. Eine energetische Modernisierung der Gebäude aus den 60er-Jahren würde 160.000 Euro kosten, hat eine Arbeitsgruppe der Gemeinde ermittelt.
40.000 Euro müsste Trittau anteilig übernehmen. Doch auch dafür hat die Gemeinde kein Geld.
Nun diskutieren Politiker, wie die Kapelle trotz fehlender Mittel erhalten bleiben kann. Wichtig ist, das Nebengebäude ganzjährig beheizen zu können. Größtes Risiko: Wasserleitungen der sanitären Anlagen könnten einfrieren und platzen. Die Mitglieder im Hauptausschuss beraten aktuell über kostengünstigen Ersatz der defekten Heizung. Eine Möglichkeit wäre, die Kapelle bei Bedarf mit einem Gasgebläse zu erwärmen. Im Nebengebäude könnte mittels elektrischer Wandkonvektoren geheizt werden. Jens Hoffmann (CDU) kann sich sogar einen Neubau vorstellen. Seine Idee: Ein Bestattungsunternehmen könne den Neubau finanzieren und anschließend betreiben.
Einen Abriss der Kapelle schließt Bürgermeister Mesch jedoch aus, denn es muss auf dem Südfriedhof einen Ort geben, an dem Trauerfeiern abgehalten werden können. In der Gemeinde gibt es zwar noch einen kirchlichen Friedhof. Weltliche Bestattungen sind jedoch nur auf dem Friedhof der Gemeinde möglich.
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