Weiter Verkehrs-Chaos am Schulzentrum

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Nur knapp weicht das Auto dem Radfahrer aus. Beim Schulzentrum kommt es oft zu gefährlichen VerkehrssituationenFoto: msa

Info-Kampagne und Ersatzparkplatz bisher ohne Erfolg

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Morgens ab 7 Uhr fahren die ersten Autos mit hoher Geschwindigkeit in die Sackgasse „Im Raum“. Wenn bereits drei Fahrzeuge mit qualmenden Motor hintereinander in einer Reihe „kurzparken“, um die Sprösslinge auszuladen, halten die nachfolgenden Wagen „in zweiter Reihe“. Türen werden links oder rechts aufgerissen. Niemand achtet auf den anderen. Nur wenige Meter entfernt gehen Schüler zu Fuß oder kommen mit dem Rad, um die Unterrichtsgebäude am Schulzentrum zu erreichen. Dass in der kleinen Sackgasse Parkverbot herrscht, scheint keinen der Autofahrer zu interessieren. Eltern, auf die Situation angesprochen, drehen sich weg und schweigen.
Dabei wurden alle Mütter und Väter zu Beginn des Schuljahres von den Schulen schriftlich informiert, worauf sie beim „Hol- und Bringdienst“ in der Sackgasse achten müssen. Zusätzlich war die Polizei mehrere Tage am Schulzentrum, um mit Schülern, Eltern und Lehrern die Praxis zu üben. Alles leider ohne erkennbaren Erfolg.
Sabine Baumgarten, Oberstufenleiterin am Gymnasium ärgert das: „Eltern schimpfen über den Zustand, sind selbst aber die Verursacher.“ Auch Claudia von Rothkirch, Lehrerin der Hahnheide-Schule, sieht es ähnlich: „Das ist ein nicht zu akzeptierender Zustand, es muss sich unbedingt etwas ändern“.
Nur wenige Meter weiter befindet sich an der Großenseer Straße ein geeigneter Parkplatz zum Bringen und Abholen der Kinder. Er wurde extra dafür eingerichtet, um das Verkehrschaos in der Sackgasse zu entzerren. Auch die Entfernung zu den Schuleingängen der Mühlauschule und der Hahnheide Schule ist genauso weit entfernt wie von der Sackgasse „Im Raum“.
„Dieser Parkplatz ist morgens meistens verwaist und wird kaum genutzt, obwohl alle Schulen immer wieder Elternbriefe versendet haben, um auf die schwierige und gefährliche Verkehrssituation an der Kehre ‚Im Raum‘ aufmerksam zu machen“, sagt Schulverbandsvorsitzende Ute Welter-Agatz. „Immerhin befinden sich die Fahrzeuge hier auf Privatgelände, Eigentümer ist der Schulverband. Wir verlangen eine rücksichtsvolle Fahrweise, wenn ein Kind ausnahmsweise mal hier aussteigen muss“, sagt sie. Auch Bodo Lork, vom Fachdienst Ordnung und Sicherheit, ist unzufrieden: „Wir haben leider zurzeit nur beschränkte Möglichkeiten etwas zu verändern, müssen und wollen aber etwas tun“.
Frank Schümann, Leiter der Polizeistation, sagt: „Seit über zehn Jahren befasse ich mich mit diesem Thema. Die Menschen sind einfach nicht einsichtig und wir als Polizei, haben in Trittau leider zu wenige Ressourcen um die herrschenden Zustände zu verbessern. Hier ist die Politik gefordert, endlich etwas zu
verändern“.
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