Wer zahlt für die Kirche?

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Hinter Gittern: die Kirche St. Johannes Fotos:fnf

St. Johannes: Gespräche über mögliche Wiedereröffnung

Von Finn Fischer
Ahrensburg. Es sind die ersten Gespräche seit Monaten: Kirchengemeinderat (KGR) und Mitglieder des Fördervereins
St. Johannes haben sich vergangenen Freitag getroffen. Es geht um eine Finanzierungsvereinbarung über den Unterhalt der Kirche zwischen den zerstrittenen Parteien. Im Juli 2013 hatte der Kirchengemeinderat St. Johannes in der Rudolf-Kinau-Straße geschlossen und dafür Finanz-Gründe angeführt. Seitdem kämpft der Förderverein um die Wiedereröffnung. Die Kirche könnte den Betrieb wieder aufnehmen, wenn sich beide Parteien über eine Finanzierungsvereinbarung einigen. Zahlen kann Hansen noch nicht nennen. Fakt ist, dass der KGR keine Unterhaltskosten mehr tragen will, die Summe für zum Beispiel Strom, Heizkosten und Sanierungsarbeiten soll der Förderverein aufbringen. Eine volle Finanzierung des Betriebes nur durch Spendengelder hält der Förderverein schwer für vorstellbar.
„Höflich, angespannt, teils aggressiv“, so beschrieb Fördervereins-Vorsitzender Hans Peter Hansen das Treffen. „Das Gespräch entspricht dem, was ich erwartet habe“, kommentierte der Ahrensburger die etwa dreiviertelstündige Zusammenkunft. Am Gespräch nahmen Pastorin Anja Botta und Christian M. Werner, Vorsitzender des Finanz- und Controllingausschusses der Kirchengemeinde sowie der Fördervereins-Vorsitzende Hansen und Vorstandsmitglied Klaus Tuch teil. Eigentlich hätte auch der für St. Johannes zuständige Pastor Hans-Martin Bruns der Veranstaltung als unabhängiger Beobachter beiwohnen sollen. „Mir wurde vorgeworfen, dass ich mit dem Pastor ein Telefonat geführt haben soll. Daher wurde er ausgeladen“, sagt Tuch. Der Kirchengemeinderat mahnte Vertraulichkeit an, sonst „würde er die Gespräche platzen lassen“, so Tuch weiter. „Das geht natürlich nicht. Wir werden alle Entscheidungen im Förderverein diskutieren. Mit einer Politik der Geheimniskrämerei hat die Kirche im Vorjahr viele Mitglieder vergrault“, so Hansen vom Förderverein. Das müsse ein Ende haben. Allein in der ersten Jahreshälfte 2013 kehrten 165 „Schäfchen“ St. Johannes den Rücken. „Wir müssen die Vertragsinhalte nun überprüfen“, so Klaus Tuch. Man gehe davon aus, dass die Gespräche weitergehen.
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