Wie fliegt man eigentlich eine Drohne?

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Der Fotograf und Video-Filmer Ulrich Wirrwa probiert den Multicopter DGI-2 in seinem Arbeitszimmer aus Foto: fnf
 
Ein Multicopter kostet etwa 500 Euro Foto: fnf

Videofilmer Ulrich Wirrwa lädt zu einem Multicopter-Workshop in Ammersbek

Von Finn Fischer
Ammersbek
Mit Multicopter eröffnen Hobby- und Profifotografen gänzlich neue Perspektiven. Entsprechende Fluggeräte gibt es bereits für dreistellige Euro-Beträge plus Zubehör und Kamera. „Multicopter lassen sich mittlerweile überall kaufen“, sagt Ulrich Wirrwa.
Der Fotograf und Video-Filmer arbeitet mittlerweile seit zwei Jahren mit den unbemannten Flugobjekten. Bis dahin hat der Ammersbeker für die Anfertigung von Luftbildaufnahmen auf Helikopterflüge zurückgreifen müssen. „Das kostet etwa 30 Euro pro Flugminute. Der Einsatz einer Drohne ist da um einiges kostengünstiger. Außerdem kommt man damit an Orte, zu denen man mit einem Hubschrauber sonst nicht vordringen könnte.“

Einsatz ist klar geregelt


Doch einfach einen Multicopter kaufen, losfliegen und hübsche Luftaufnahmen machen – so einfach geht es dann doch nicht. Der Einsatz ist im Luftfahrtrecht klar geregelt. „Wer unbemannte Flugobjekte wie einen Multicopter außerhalb des Sports oder der Freizeitgestaltung aufsteigen lassen will, braucht eine Aufstiegserlaubnis“, erklärt Ulrich Wirrwa. „Das trifft auf Flüge zu, bei denen Aufnahmen gemacht werden, die später veröffentlicht werden sollen.“ Außerdem muss eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden. „Multicopter-Unfälle werden nicht von der normalen Haftpflicht abgedeckt.“
Drohnen-Flieger müssen sich mit Behörden und Gemeinden auseinandersetzen, die rechtlichen Grundlagen kennen und – vor allem – das Fluggerät beherrschen. Flüge innerhalb von Ortschaften müssen bei der Polizei angemeldet werden. Rechtliche Voraussetzungen können sich außerdem von Region zu Region unterscheiden.
Bereits beim Antrag auf eine Aufstiegserlaubnis wird zwischen einer allgemeinen oder einer auf den Einzelfall bezogenen Erlaubnis unterschieden. Eine allgemeine Erlaubnis ist mit einer Gültigkeit von bis zu zwei Jahren erhältlich, wenn das Fluggerät weniger als fünf Kilo wiegt und über keinen Verbrennungsmotor als Antrieb verfügt. In allen anderen Fällen ist eine Erlaubnis für jeden einzelnen Aufstieg erforderlich.
Innerhalb eines Workshops vermittelt Ulrich Wirrwa die wichtigen technischen und rechtlichen Grundlagen für Kamera-Multicopter-Flüge. Teilnehmer erhalten außerdem die wichtigsten Infos zu den Flugvorbereitungen und einen Einblick in erhältliches Multicopter-Zubehör wie Akkus- und Ladetechnik, Kamera, Live-Übertragung von Bildern und Flugdaten zur Bodenstation, Flugschreiber und Auswertung am Computer.

Nächster Kursus startet am 14. Februar


„Der Workshop richtet sich an alle Fotografen und Videofilmer, die mit dem Gedanken spielen, sich eine Drohne, einen Multicopter, zum Beispiel einen Quadrokopter, anzuschaffen.“

Der nächste Basic-Workshop findet am Sonnabend, 14. Februar sowie am 21. Februar, 10 bis 16 Uhr, statt. Ein weitgehender „Premium-Workshop“ folgt am darauffolgenden Wochenende. Kosten: 149 Euro. Der Kursus findet im Ortsteil Ammersbek-Hoisbüttel (Am Gutshof 1) statt. Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.wiwifilm.de
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