Wie nach der Trauer Liebe kam

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Iris Lewe und Gerald Gräf halten ihr Buch in der Hand. Am 21. November werden sie in der Bücherei daraus lesen

Iris Lewe und Gerald Gräf schrieben darüber ein Buch. Lesung am 21. November

Ahrensburg. Es klingt wie eine Geschichte, die es nur im Fernsehen geben kann. Keiner mag noch daran glauben, wieder glücklich werden zu können, wenn ein nahestehender Menschen stirbt. Als Iris Lewe und Gerald Gräf ihre Partner verloren, glaubten sie auch nicht an ein zweites Glück. Doch es kam anders...
Aus ihren Erinnerungen verfassten sie das Buch „Wo bitte geht’s denn hier zum Leben? - Wie aus Trauer Liebe wurde“. In dem
170 Seiten langen Werk, beschreiben Iris und Gerald in abwechselnden Kapiteln ihre Perspektive des Kennenlernens. Beide wollen am kommenden Donnerstag,
21. November, in der Stadtbücherei daraus vorlesen. Es sind Fragmente des Trauerns, des Erinnerns, jedoch auch heitere Momente, die dort zusammen kommen. „Wir möchten damit auch anderen Menschen Mut machen, nach einem Schicksalsschlag wieder unter Menschen zu gehen“, meint Iris. Denn nur gemeinsam könne man es schaffen, wieder dem Leben zu begegnen.
Als Gerald Gräfs Frau vor fünf Jahren nach langer Krankheit verstarb, brach für ihn die Welt zusammen. „Ich war körperlich und psychisch am Ende“, sagt der 56-jährige Großhansdorfer. Auch Iris Lewe verlor ihren Mann unerwartet nach 15 glücklichen Ehejahren. „Es war plötzlich alles anders. Stillstand“, erinnert Iris sich. Beide besuchten eine Trauergruppe in Ahrensburg, um den Tod ihres Ehepartners zu verarbeiten. „Nur die Menschen, die selbst einen Verlust erlebt haben, können einen wirklich verstehen“, meint die Lütjenseerin. Es habe ihr gut getan, heraus zu kommen. Zu hören, dass es auch anderen Menschen so gehe wie ihr. „Sie war für mich unantastbar, eine trauernde Frau. Ich selbst habe getrauert, da baggert man nicht“, meint Gerald. Doch schon die erste Begegnung in der Gruppe sei magisch gewesen, „dass haben wir beide gemerkt“. Iris und Gerald sind nun seit März vergangenen Jahres ein Paar. In der Lesung können Interessierte ihrer Geschichte lauschen, über die acht Monate, in denen sie sich langsam kennen und schließlich lieben lernten. Auch wenn beide dies nicht für möglich gehalten hatten. (stb)
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