Windrad tötet Rotmilan

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Greifvogelexperte Dr. Hans Wirth zeigt den toten Rotmilan Foto: wb

Zum zweiten Mal stirbt ein Greifvogel durch Tralauer Anlage

Tralau. Zum zweiten Mal nach 2009 ist an der Windkraftanlage V14081 bei Tralau ein Rotmilan zu Tode gekommen. Er gehörte zu den
18 Greifvögeln, die sich auf dem Durchzug befanden.
Ein Anwohner hatte den männlichen Altvogel mit der Spannweite von 1,58 Metern am Fuß des Turms gefunden. Der Mann informierte den NABU-Greifvogelexperten Dr. Hans Wirth, der sich vor Ort selber ein Bild machte. Bei der Kollision waren dem Milan der Kopf und ein Teil des linken Flügels abgetrennt worden, aus dem Wunden trat noch Körperflüssigkeit aus, was bedeutet, dass der Vogel noch nicht lange tot war. Obwohl der Vogel erst „frischtot“ war, wie Experten sagen, konnten die fehlenden Körperteile nicht gefunden werden. „Die waren wohl schon von anderen Greifvögeln geholt worden“, glaubt Hans Wirth. Er beobachtete am Sonntag in dem Gebiet insgesamt 63 Rotmilane, es können auch Vögel aus Schweden und Dänemark auf dem Weg ins Winterquartier gewesen sein.
Nach dem Mäusebussard (233) ist der Rotmilan, dessen Schwanzfedern in dieser Jahreszeit besonders intensiv rot gefärbt sind, die Greifvogelart, die am häufigsten an Windkraftanlage zu Tode kommt. 193 Todesfälle sind bei der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg für Deutschland dokumentiert. (jae)
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