Wissen über Trittau auf Wiki bündeln

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Michael Strunk und Sabine Paap arbeiten an ihrem Trittau-Wiki Foto: mso

Geschichtsfreunde wollen umfangreiche Gemeindehistorie erstellen – Weitere Informationen willkommen

Von Michael Schlosser
Trittau
Sicher ist nicht allen bekannt, dass die Gemeinde vier Ehrenbürger und eine Ehrenbürgerin hat? Oder, dass der Hamburger SV einst vom Sportplatz in der Großenseer Straße vom Bürgermeister verjagt wurde? All dies und noch viel mehr, können Trittauer und Freunde der Gemeinde im „Trittau-Wiki“ nachlesen.
Mehr als 185 Beiträge und 260 Bilder sind im „Trittau-Wiki“ zu finden. Anfang des Jahres versammelte Sabine Paap ein paar Gleichgesinnte um sich, um dieses Projekt zu starten. „Ich habe mich schon immer für Geschichte interessiert. Im Internet gab und gibt es viele Seiten, auf denen etwas über Trittau zu finden ist. Ich möchte diese Informationen bündeln“, erzählt sie. Gemeinsam mit Michael Strunk, der die technische Seite betreut, wurde das „Trittau-Wiki“ in die Tat umgesetzt. Nach einer knapp halbjährigen Testphase wurde die Seite im Sommer 2015 öffentlich geschaltet. Mittlerweile gab es bereits mehr als 100.000 Zugriffe.
Trittau besitzt keine moderne Chronik. „Die Jessen-Chronik endet um 1868, danach kommen noch die Aufzeichnungen von Otto Hergenhan“, zählt Sabine Paap auf. Es gibt also eine Menge Material, das der Nachwelt erhalten bleiben soll. Das Wiki will die Lücken schließen. Mitmachen kann jeder der Interesse daran hat, sich mit den Themen rund um die Gemeinde zu beschäftigen. Aktuell sind vier Betreiber mit administrativen Rechten ausgestattet, 21 Autoren sind angemeldet.

„Bei allen Leuten, denen wir das Wiki vorgestellt haben, war die Begeisterung riesengroß.“ Michael Strunk

„Jeder kann über das Thema schreiben, welches ihm am meisten zusagt“, meint Sabine Paap. Sie selbst hat auf der Seite eine Liste mit Punkten erstellt, die bearbeitet werden können. „Dazu gehören u.a. der Europabaum, die Städtepartnerschaft zu Gadebusch oder auch das aktuell-politische Flüchtlingsthema. Wichtig ist, dass wir keinen Anspruch auf Tagesaktualität erheben. Wir wollen das Leben dokumentieren“, erläutert Sabine Paap. Natürlich sind gerade ältere Menschen angesprochen, in ihren Erinnerungen zu „kramen“, um den Betreibern des „Trittau-Wiki“ ihre Schätze zur Verfügung zu stellen. „Gerade an Bildern sind wir interessiert. Natürlich muss das Urheberrecht eindeutig geklärt sein. Idealerweise sind die Fotos selbst gemacht oder aus der Familie vererbt worden. Wenn es dazu noch spannende Geschichten gibt, ist es umso besser“, sagt Michael Strunk.

Geschichte erforschen


Auch wenn sich das „Trittau-Wiki“ noch einer etwas geringeren Bekanntheit erfreut, ist das Interesse daran recht groß. „Bei allen Leuten, denen wir das Wiki vorgestellt haben, war die Begeisterung riesengroß“, hat Michael Strunk erkannt und verspricht: „Wer nicht schreiben kann oder möchte, dem helfen wir gern dabei, die Erinnerungen aufs Papier zu bringen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu betätigen und Geschichte zu erforschen“. Sabine Paap findet, dass das „Trittau-Wiki“ einem Puzzle ähnelt, bei dem Teil für Teil ein komplettes Bild ergeben soll. Auch weil die kommunalpolitisch engagierte Frau keine geborene Trittauerin ist, bereite es ihr Spaß, die Geschichte des Ortes zu erforschen, in dem sie seit 1987 lebt. „Das ergibt auch ein anderes Verständnis für den Ort, in dem ich lebe“, ist sie überzeugt. Und so wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten das Wiki weiter mit Informationen gefüllt. In Arbeit ist derzeit ein Verzeichnis aller Straßen von Trittau sowie die Bedeutung der Namen.

Wer mitmachen möchte, kann sich auf der Seitewww.trittau-wiki.de anmelden oder den Betreibern der Seite eine Mail an info@trittau-wiki.de schicken.
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