Witzige Wortduelle am Schachbrett

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Die Oldesloer Bühne führt das komödiantische Stück „En gode Partie“ auf

Bad Oldesloe. Die neue plattdeutsche Inszenierung der Oldesloer Bühne strapaziert die Lachmuskeln bis aufs Äußerste.
Dafür sorgen vor allem die Darsteller mit witzigen Wortduellen und Spaß am Spiel. „En gode Partie“ heißt das Stück aus der Feder von Stefan Vögel. Manfred Thomsen scheint die Rolle des verwahrlosten Alten, der Dialoge mit dem Portrait Winston Churchills an der Wand führt und sich ein Mal die Woche mit seinem Freund (Günter Geffe) zum Schachspielen in seiner vermüllten Wohnung trifft, auf den Leib geschrieben.
Der erfahrene Laienschauspieler, dessen Spielbegeisterung sofort auf das Publikum überspringt, hat viel Text zu lernen. Fast ununterbrochen liefert er sich heiße Wortgefechte mit seinem Sohn (Sven W. Pehla) und der von diesem engagierten Haushälterin (Marion Teller). Das Textlernen ist kein Problem für die Vollblutschauspieler, der sich nicht nur in Bad Oldesloe einen Namen gemacht hat. Zu Hause übt er mit einem MP3-Player seine Rolle und zitiert auch schon mal laut. Für Günter Geffe, das „Urgestein“ der Oldesloer Bühne, ist es sein 40. Stück.
Um sich vorzubereiten, stellt er in seiner Wohnung die Möbel um. „So kann ich mich orientieren, wie sie auf der Bühne stehen, wann ich wo sitzen oder stehen muss“, erklärt der Laienschauspieler. Mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel stellt er zudem die Darsteller in die richtige Position.
„Ansonsten lerne ich meinen Text, indem ich laut vor mich hin spreche“, so der 68-Jährige. Das Üben mache aber am meisten bei den Proben mit allen Darstellern Spaß. Sohn Reimer ist ein Staubsaugervertreter und kann die Verwahrlosung seines Vaters nicht mehr mit ansehen. Deshalb stellt der die wortgewandte Haushälterin ein, die aber große Mühe hat, den Vater auf die richtige Bahn zurück zu führen. Denn so einfach lässt der alte Meckerpott sich nicht sagen, wo es lang geht.

Darsteller Sven W. Pehla ist gelernter Schauspieler und seit 2007 bei der Oldesloer Bühne vor allem als Regisseur nicht mehr wegzudenken. Auch diesmal führt er Regie. Am Sonnabend, 21. April, tritt das Ensemble um 20 Uhr in Berkenthin auf. In Bad Oldesloe stehen die Schauspieler am Montag, 30. April, 18 Uhr bei einer Sondervorstellung in der Festhalle auf der Bühne.
Anschließend findet ein Tanz in den Mai (Eintritt alles inklusive 30 Euro) mit der deutschsprachigen Coverband „Großstadthelden“ statt. Weitere Vorstellungen: Sonnabend, 5. Mai, und Sonnabend, 19. Mai, 20 Uhr, Festhalle. Karten zum Preis von acht Euro (Abendkasse zehn Euro) gibt es bei der Buchhandlung Rehme, bei Mirus Augenoptik, im Café Travestübchen, in Reinfeld bei „Nadel und Faden“ und unter Telefon: (04531) 843 30. (rh)
Weitere Infos unter http://www.oldesloer-buehne.de
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