Wo Schauspieler Hochprozentiges kaufen

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Karin Heitmann füllt den Kräuterlikör in eine Flasche

In Hamfelde steht Stormarns kleinste Destille. Kräuter aus der Region

Hamfelde. Kennen Sie den „Hamfelder Oberförster“? Das ist ein Kräuterlikör mit 40 Prozent Alkoholgehalt und geheimer Rezeptur. Hergestellt wird er in der kleinsten Destille Stormarns, die Meike Brönneke und Karin Heitmann in der Likör- und Schnapsfabrik Erika Dreckmann im Hasselbergweg betreiben. „Der Oberförster wird seit über 200 Jahren hergestellt“, erzählt Meike Brönneke. „Über 30 Kräuter sind darin enthalten. Fast alle kommen aus der Region.“
Auf etwa 60 Quadratmetern kreieren die Frauen ihre Schnäpse und Liköre. „Wir brennen nicht, sondern verfeinern den Alkohol“, erzählt Meike Brönneke. „Das Rezept für den Oberförster stammt von meinen Eltern, die die Destille seit 1920 betrieben.“ Gegründet wurde die Likörfabrik 1802 als Dampfkornbrennerei des Gutes Hamfelde. Neben Likören fehlte den Eltern wohl ein Kräuter-Bitter im Programm, meint Meike Brönneke. „Weil wir hier so viel Wald haben, bekam der Kräuterlikör vermutlich den Namen „Hamfelder Oberförster“, sagt sie. Aufgrund der Geschäftstüchtigkeit und der zahlreichen Kontakte von Meike Brönneke, die mit 15 Jahren im Musikfilm „Heimweh nach St. Pauli“ an der Seite von Freddy Quinn spielte, ist der „Oberförster“ weit über die Grenzen Stormarns berühmt. Prominente wie Ilse Werner (1921 - 2005), Brigitte Mira (1910 - 2005) und auch Gunter Gabriel (72) besuchten die Destille. Auch die beiden Hauptdarsteller von „Neues aus Büttenwarder“ Jan Fedder (59) und Peter Brix (59) kauften bereits den einen oder anderen Tropfen. „Das war vielleicht ein Ding“, erzählt Meike Brönneke. „Karin und ich waren beim Destillieren, als wir vor dem Laden zwei Männer auf Platt streiten hörten, welcher Schnaps gekauft werden sollte.“ Meike Brönneke rief hinaus, dass sie sich mal bald entscheiden sollten. Erst als die beiden den Laden betraten, erkannte die Inhaberin die beiden Schauspieler. Meike Brönneke und Karin Heitmann stellen in der Likörfabrik alles in Handarbeit her. Für die Herstellung des Oberförsters muss die Kräuteressenz 24 Stunden durchziehen. Von Zeit zu Zeit wird sie mit einen riesigen Holzlöffel umgerührt. Am nächsten Tag folgt die Destillation. „Wichtig ist, dass Farbe, Alkoholgehalt und Geschmack stimmen“, sagt Karin Heitmann. „Wenn der Likör 40 Prozent Alkoholgehalt hat, wird er abgefüllt.“ (fp)

schnapsfabrik.com
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