Wohnraum in Lütjensee fördern

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In Lütjensee gibt es kaum günstige Mietwohnungen Symbolfoto: thinkstock

Parteien mit unterschiedlichen Förderungsansätzen. CDU setzt auf Freiwilligkeit

Lütjensee Im aktuellen Planungsausschuss beschäftigten sich die Politiker auf Antrag der SPD mit dem Thema Wohnraumförderung. „In Lütjensee gibt es kaum günstige Mietwohnungen“, so Dumis Özen, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Ob es um junge Leute geht, die zu Hause ausziehen, aber im Ort bleiben wollen, junge Familien oder Senioren – bezahlbarer Wohnraum sei knapp. Im Antrag heißt es sinngemäß, die Gemeinde solle sich verpflichten, bei künftigen Bebauungsplänen Mehrfamilienhäuser einzuplanen und die Hälfte der Wohnungen als geförderten Wohnraum mit Quadratmetermieten von 5,20 Euro (Hartz 4-Empfänger) oder bis 7 Euro (Geringverdiener und mittlere Einkommen) zu vermieten. Die CDU-Mehrheit lehnte den Antrag in dieser Form jedoch ab. „Die Formulierung war uns zu bindend. Grundsätzlich streben wir in die gleiche Richtung und uns liegt es auch am Herzen, Wohnungen für den kleinen Geldbeutel zu schaffen“, so Jörn Wagner (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses. Wenn es um die Verdichtung oder Hinterbebauung geht, könne es schwierig werden, so eine Selbstverpflichtung zu erfüllen. Daher setzen die Chistdemokraten auf Freiwilligkeit. „Wir werden dieses Thema weiter verfolgen und bei künftigen Bebauungsplänen diskutieren“, meint Wagner. Man habe in einem jetzt fertigen Baugebiet auch schon erlebt, dass die Grundstücke für Mehrfamilienhäuser nicht vermarktbar seien. „Wir hatten vier Wohneinheiten pro Haus geplant, die Investoren sagten, es lohne sich erst ab sechs Einheiten. Dann wäre es aber zu groß geworden“. Daher wurden die Grundstücke geteilt und für die Einfamilien- bzw. Doppelhausbebauung freigegeben. Auch die SPD will an dem Thema dranbleiben: „Ich empfinde es als Aufgabe der Gemeindevertretung, andere Wege zu finden. Wir werden das Thema weiter verfolgen“, betont Özen. (bm)
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