Zahl der Unfälle steigt

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Die Insassen des BMW wurden beim Unfall im Dezember auf der A1 schwer verletzt

Polizei-Statistik 2013 für Stormarn: 5.617 Mal krachte es

Stormarn. Fast 16 Unfälle pro Tag. So oft knallte es im Schnitt im letzten Jahr auf den Straßen des Kreises. Während die Verkehrsunfälle rapide zunahmen, sank die Zahl der Verletzten. Erklärungen dafür gab es bei der Vorstellung des Verkehrssicherheitsberichtes der Polizei.
„Wir haben eine erhebliche Anzahl von zusätzlichen Unfällen verzeichnet“, sagt Polizeihauptkommissar Kay-Uwe Güsmer. 2012 waren es noch 5.185, im Jahr darauf dann 5.617 Verkehrsunfälle – eine Differenz von 432 und damit ein Anstieg von 7,7 Prozent.
Der Kreis Stormarn gehört zu den Unfallschwerpunkten des Landes Schleswig-Holstein. Das liegt zum einen an der großen Anzahl an Fahrzeugzulassungen. Stormarn rangiert bundesweit unter den Top 5. Zum anderen an dem hohen Verkehrsaufkommen durch die Autobahnen und den Schwerlastverkehr. „Die A7 und A21 sind wichtige Wege für den Transportverkehr. Die hohe Auslastung macht hinreichende Kontrollen umso wichtiger“, so Jürgen Pees vom Autobahnrevier Bad Oldesloe. „Die häufigsten Vergehen sind mangelnde Ladungssicherung oder Manipulationen an der Fahrerkarte“, sagt Horst Meins vom Schwerlasttrupp bei der Kontrolle einer Karte, die die Lenkzeiten der Trucker aufzeichnet. Diesmal ist alles in Ordnung. Doch allzu häufig gibt es Unregelmäßigkeiten. „Manche Fahrer entfernen die Karten, sodass sie die Lenkzeiten nicht aufzeichnen. Das kommt hin und wieder vor.“
Unsichere Trucks und übermüdete Fahrer gehören neben Geschwindigkeitsübertretungen zu den häufigsten Unfallursachen auf den Autobahnen. Insgesamt liegt die Zahl der im Straßenverkehr verletzten bei 909 Personenschäden (minus 127 gegenüber 2012) und ist damit leicht rückläufig.
„Wir haben Anfang des Jahres einen harten Winter gehabt, wodurch es vermehrt zu Glätteunfällen gekommen ist. Meistens waren das Blechschäden ohne Verletzte“, erklärt Güsmer. Dennoch gab es drei Verkehrstote mehr als im Vorjahr. Zehn Menschen verloren 2013 ihr Leben auf Stormarner Straßen.
Bei 78 Unfällen lag eine Straftat zugrunde, 433 waren auf eine bedeutende Ordnungswidrigkeit zurückzuführen. 73 Mal krachte es durch Fahrer, die unter Alkoholeinfluss standen.
Erfreulich ist es für die Beamten, dass die Anzahl der verletzten Kinder im Straßenverkehr deutlich abgenommen hat. So mussten 85 Heranwachsende in Folge eines Unfalls behandelt werden. 2012 waren es noch 130. Kein Kind kam zu Tode. Eine immer größere Rolle als Verursacher von Verkehrsunfällen spielen Fahrradfahrer, so die Beobachtung der Polizei. „Man hat das Gefühl, dass die Leute alle Verkehrsregeln vergessen, wenn sie auf ihr Rad steigen“, sagt Polizeidirektor Holger Meincke. (fnf)
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