Zarpens Kirchenglocken läuten wieder

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Oben: Jörg Hauke demonstriert, wie laut der Glockenschlag der „Großen Zarpenerin“ klingt.

Die Instandsetzung des Glockenuhrwerks ist abgeschlossen, ab sofort funktioniert es elektrisch

Zarpen. Fast 36 Meter hoch hängen die drei Glocken: die Hochzeits-, die Tauf- und die Totenglocke. Kirchenvorsteher Jörg Hauke zeigt die neuste Errungenschaft der Kirchengemeinde: das Uhrwerk für die Glocken, die ab sofort nicht mehr per Hand sondern durch elektrische Motoren aufgezogen werden können.
Der neue Motor dient nicht erleichtert nur die Tätigkeiten der Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde, sondern schützt auch die Glocken und des Glockenstuhls. Ein nachhaltiges Projekt, denn laut Jörg Hauke soll diese Investition mindestens die nächsten 50 Jahre halten. Mit dem Einbau der neuen Motoren in das bereits technisch überholte mechanische Glockenuhrwerk sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.
„Das ist doch meine Kirche. Ich wohne ja nur 100 Meter entfernt“, erklärt der Architekt Jörg Hauke sein unermüdliches, ehrenamtliches Engagement für die Zarpener Kirche. Er überdachte bereits die Turm- und Glockenrestaurierung fachmännisch. Viele Spenden von Verstorbenen und auch Zuwendungen von Kirchenmitgliedern ermöglichten die Sanierung der Glockenuhr.
„Vier Jahre haben wir darauf gespart“, sagt Hauke. Insgesamt hat die Kirchenrestauration mit neuen Schindeln für das Dach und der Komplett-Sanierung des Turmes inklusive neuem Wetterhahn und Reparatur der Glocken rund 520.000 Euro gekostet, 7500 Euro kostete die Instandsetzung des Glockenuhrwerks.
Eingebaut wurden die elektrischen Motoren sowie auch eine neue Schaltuhr mit Funkempfänger für die Läute-Glocken von der Firma Iversen & Dimier aus Hamburg, die auch die Glocken reparierte und in den 50er-Jahren das mechanische Uhrwerk einbaute. Die älteste Glocke wurde im Jahre 1744 gegossen. Auch über eine neue Läute-Ordnung haben sich die Ehrenamtlichen Gedanken gemacht.
„Wir müssen auf die modernen Umstände Rücksicht nehmen, denn viele Leute arbeiten nachts oder im Schichtdienst und wollen nicht alle Viertelstunde vom Läuten geweckt werden“, so Jörg Hauke. Er plädiert für das Läuten der Glocken zur vollen Stunde.
Zwei Jahre haben die Zarpener aufgrund der Bauarbeiten auf das Glockengeläut verzichten müssen. Der Glockenschlag zu Taufen, Beerdigungen, Gottesdiensten und Hochzeiten wird an einer Schaltuhr eingestellt. Zum Wochenende läuten die drei Glocken am Sonnabend um 18 Uhr acht Minuten lang, ebenso am Sonntag um 8 Uhr.
„Wir freuen uns über jede Spende“, sagt der Kirchenvorsteher. Mehr Informationen online unter www.kirche-zarpen.de. Im Kirchenbüro gibt es zwei Filme über die Kirche und die Restaurierung, ebenso die Glocken in Miniaturformat. (rh)
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