Höchste Ehrung für Clemens Tismer

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Trittauer erhielt Feuerwehrkreuz des Landes in Gold

Trittau. Seit über 30 Jahren ist Clemens Tismer in der Freiwilligen Feuerwehr Trittau aktiv, hat vom Wasserrohrbruch bis zum schweren Unfall alles miterlebt und ist immer noch motiviert: „Es ist eine Herausforderung für mich, den Mitbürgern zu helfen. Und auch die Ausbildung von Jugendlichen macht Spaß, wenn man deren Entwicklung verfolgen kann“, sagt der Trittauer, der jetzt mit der höchsten Auszeichnung, die Schleswig-Holstein zu vergeben hat, geehrt wurde. Im Rahmen des Amtsfeuerwehrfestes erhielt er das Feuerwehrehrenkreuz des Landes Schleswig-Holstein in Gold, das jetzt das Revers der Uniform schmückt. Damit ist er der fünfte Feuerwehrmann des Kreises nach Uwe Burmeister, Köthel, Volker Korffmann, Witzhave, Herbert Heitmann, ehemaliger Amtswehrführer und Reinhard Dabelstein, amtierender Amtswehrführer, der diese Auszeichnungen bekommen hat.
Tismer trat mit 14 Jahren in die Wehr ein, kam mit 17 Jahren in die Einsatzabteilung. Seit 14 Jahren ist er Gemeindewehrführer, jetzt in der dritten Amtszeit. Zuvor bildete er zehn Jahre jungen Nachwuchs aus, der jetzt zusammen mit ihm die Einsätze fährt. Zudem ist er Zugführer und damit Chef über 65 Leute bei der Brandschutzbereitschaft des Kreises, die zum Beispiel bei Katastrophen wie das Hochwasser in Dresden oder dem Unwetter auf Fehmarn hilft. Seit drei Jahren engagiert sich Tismer auch als Vorstandsmitglied im Kreisfeuerwehrverband.
Das Ehrenamt ist fast ein zweiter Job neben seiner eigentlichen Arbeit als Servicetechniker für Heizungsanlagen. Zum Glück tragen sowohl sein Arbeitgeber, eine Bergedorfer Firma, als auch seine Frau Christine die vielen Aufgaben mit. „Freistellung für Einsätze, Begehungen oder Fortbildungen sind zum Glück kein Problem. Der Arbeitgeber beschäftigt mehrere Feuerwehrleute und weiß sie als zuverlässig und fleißig zu schätzen“, so Tismer. In der Familie konnte er das „Feuerwehrgen“ an seine Tochter Sarah (20) weitergeben. Die Studentin der Medizintechnik gehört seit ihrer Jugend ebenfalls der FF Trittau an.
Hochgerechnet hat Tismer etwa 1300 Einsätze miterlebt, darunter auch schwer zu verkraftende Unfälle mit Toten und Schwerverletzten. „Dann hilft uns Pastorin Anke Schäfer und der Psychologe des Kreisfeuerwehrverbandes, die Bilder zu verarbeiten“, so Tismer. Unvergessen aber auch ein Silvestereinsatz, bei dem in festlicher Kleidung unter der Einsatzkleidung, Ferkel aus einem brennenden Haus gerettet werden mussten. „Die haben wir uns unter den Arm geklemmt. Danach konnten wir nur noch ganz schnell die Kleidung wechseln wegen des Geruchs“, schmunzelt Tismer.
Clemens Tismer freut sich über seine Ehrung sehr, betont aber: „Die Auszeichnung ist nicht nur mein Verdienst, sondern auch der der gesamten Wehr und der Familie“. (bm)
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