Soziales Engagement auf zwei Rädern

Anzeige
„Hut ab!“ Einer der Teilnehmer zeigt mit dieser kleinen Geste seine Begeisterung über die außergewöhnliche Veranstaltung.

Gemeinsame Radrundfahrt behinderter und nichtbehinderter Radfahrer

Hamfelde/Stormarn. Noch heute, Tage nach der Veranstaltung „Rund Hamfelde“, ist die Erinnerung bei vielen Teilnehmern lebendig. Anfang April veranstaltete die Hermann Jülich Werkgemeinschaft mit großartiger Unterstützung des Radsportteams Hamfelder Hof erstmalig eine gemeinsame Radrundfahrt behinderter und nicht behinderter Radfahrer.
Ziel der Veranstaltung war es, durch sportliche Herausforderung, Menschen mit Handicap aus ihrer Isolation zu holen und Nichtbehinderten die Begegnung zu erleichtern. Das ist 100-prozentig gelungen. Die teilnehmenden Radfahrer der Einrichtung wurden von Rennradsportlern des Radsportteams Hamfelder Hof begleitet und motiviert. Alle Teilnehmer – ob behindert oder nicht - hatten Riesenspaß, der auf die Zuschauer übersprang. Es ging (fast) zu wie bei einem Profirennen. Die Zweierteams starteten in kurzen Zeitabständen auf einen etwa zwei Kilometer langen Rundkurs durch Hamfelde. Die Zuschauer klatschten Beifall und feuerten die Fahrer lautstark an. Je nach Fähigkeit wurde der Kurs bis zu fünf Mal durchfahren. Manche drehten Extrarunden, weil es so einen Spaß machte. Die Freiwillige Feuerwehr Hamfelde/Stormarn regelte den Verkehr und das Deutsche Rote Kreuz war ebenfalls vor Ort. Ein Kamerateam filmte für das Schleswig-Holstein Magazin. Holger Heitmann, stellvertretender Bürgermeister des Ortes, begleitete einen Betreuten der Einrichtung. Gunnar gab das Tempo vor, er sei fast die ganze Zeit im Windschatten gefahren, meinte der Hobby-Radsportler augenzwinkernd.
Bei „Rund Hamfelde“ zählte Begeisterung und Freude doppelt. Über 60 Fahrer nahmen auf Tandem, Dreirad, Rollfiets und Rennrad teil und erhielten eine Urkunde. „Die strahlenden Gesichter und das tolle Miteinander waren überwältigend“, sagte Anke Brammen, Leiterin der Herman Jülich Werkgemeinschaften. Die Organisatorin der Veranstaltung freute sich. „Einige unserer Betreuten fühlen sich noch Tage danach als Sieger und tragen stolz das Cap vom Radsportteam. Unsere Bewohner beeindruckte besonders, dass das Fernsehen da war und das begeisterte Publikum. „Rund Hamfelde“ bewirkte nur Positives. „Noch heute rufen mich Menschen an, um mir zu sagen, wie toll sie die Veranstaltung fanden. Einige wollen selbst engagieren oder fragen, ob ein Familienmitglied mit Handicap teilnehmen kann“, sagt Anke Brammen.
„Rund Hamfelde“ wird im nächsten Jahr wiederholt“ Die Fahrer vom Radsportteam Hamfelder Hof sind ebenfalls wieder mit von der Partie, da waren sie sich einig. (fp)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige