Skrupellose Täter

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Die Feuerwehrleute konnten nicht verhindern, dass die Autos ausbrannten

In Ahrensburg brannten erneut Autos. Polizei sucht Zeugen

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Schon wieder hat es vergangene Woche in der Schlossstadt gebrannt. Unbekannte entzündeten in der Nacht zu Freitag am Helgolandring einen Peugeot und einen Opel. Beide Fahrzeuge brannten komplett aus. Verletzte gab es keine. Die Polizei schließt einmal mehr Brandstiftung nicht aus.
Bereits in der Nacht auf Mittwoch, 30. Juli, brannte ein VW Touran in der Lohkoppel. Eine Woche zuvor, am 23. Juli, wurde ein Volvo in der Königstraße angezündet. Zehn solcher Brände haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr seit Januar gelöscht.
Auch wenn die Polizei intensiv sucht, ist gerade diese Art von Verbrechen schwer aufzuklären. „Das Feuer und die Löscharbeiten zerstören die Spuren“, so Sonja Kurz, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg. „Die Ermittlungen laufen aber unter Hochdruck.“ Ganz wichtig seien die Beobachtungen von Zeugen. Die Brandstifter machten sich nicht nur an Autos zu schaffen, sie entzündeten auch Strohballen und Papiercontainer.

Brände immer näher an Wohnhäusern

Auch Menschenleben brachten die Täter in Gefahr, als sie im Juni dieses Jahres in der Großen Straße in einem Hauseingang einen Altpapiercontainer in Brand setzten. Mit einer Drehleiter mussten die Bewohner aus ihren Wohnungen gerettet werden. Auffällig ist, dass der oder die Täter immer skrupelloser vorgehen. So beobachtete die Polizei, dass Autos anfangs in größerer Entfernung zu Wohnhäusern angesteckt wurden. Nun brennen die Wagen schon in direkter Nähe zu Wohnhäusern.
Auch die Einwohner der Stadt fühlen sich zunehmend unbehaglich. „Unser Auto wurde im Mai gestohlen. Im letzten Herbst wurde bei uns eingebrochen“, sagt ein Ahrensburger Ehepaar. Ein Gefühl der Unsicherheit empfinden sie schon und auch vielen ihrer Nachbarn und Bekannten ginge es so. Nun will sich das Paar schützen. „Wir werden uns zwei Hunde anschaffen“, so die Ehefrau.
Auch Anwohnerin Julia Lazarenko hat ein mulmiges Gefühl. „In meiner direkten Nähe sind in letzter Zeit zwei Autos angezündet worden. Das schockiert mich sehr“, sagt die 21-Jährige. „Zum Glück parke ich mein Auto in der Garage.“
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