152 Marathonläufe

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Erika Köhn und Ehemann Till Probst testen die elektronische Zeitmessung beim Öjendorf-Marathon. Foto: H.-E. Jaeger

Erika Köhn liebt die Langstrecke

Tangstedt. Auf einem Campingplatz an der Weser, nicht weit vom Arbeitsplatz seiner Ehefrau Erika entfernt, hat Till Probst (65) das Wohnmobil abgestellt. Erika Köhn (56) analysiert noch einmal ihr Rennen am letzten Sonntag beim Bremer Stadtmarathon. Mit ihrer Zeit von 4:52:55 Stunden und Platz acht in der Altersklasse A55 ist sie sehr zufrieden, auch wenn ihr während des Laufs einmal „fürchterlich schwindelig“ gewesen war.
Von Montag bis Donnerstag dieser Woche arbeitet Erika Köhn in der Bremer Filiale des Norddeutschen Rundfunks als Revisorin, dann geht es wieder zurück nach Tangstedt. Die meiste Zeit des Jahres ist sie im NDR-Haupthaus in Hamburg tätig. Dieses Mal konnte die vierfache Mutter Hobby und Beruf gut miteinander verbinden, denn seit acht Jahren ist sie eine begeisterte Langstreckenläuferin. 152 Marathonläufe hat sie bestritten. Das 100. Rennen, gelaufen am
3. Oktober 2009, dokumentierte ihre Berechtigung zur Mitgliedschaft im 100 Marathon Club Deutschland. Für den Bereich Hamburg führt sie mit Akribie alle Statistiken.

„Das Laufen auf langen Strecken ist nicht mein Ding“, sagt der pensionierte NDR-Techniker. „Aber ich unterstütze meine Frau wann immer ich kann.“ Einen Tag vor dem Bremer Stadtlauf war er beim Marathonlauf im Öjendorfer Park als Zeitmesser tätig. Erika lief ausnahmsweise nicht, war auch Helferin. Nachmittags, nachdem sie zusammen mit anderen Helfern Zelte und Streckenmaterialien abgebaut und eingesammelt hatten, fuhren sie direkt nach Bremen.

Sammy, der rumänische Straßenhund, ist immer dabei. Ihre Bestzeit von
4:18 Stunden hat sie im Hamburger Alten Elbtunnel erzielt, heute schafft Erika Köhn noch Zeiten um die 4:30. Gerne läuft sie auf dem Daarst in Mecklenburg-Vorpommern, auch an den Darmstädter Knastmarathon erinnert sie sich gerne: „Da standen bei den Gefangenen natürlich die Läuferinnen im Vordergrund.“ Sie brachte vom New York Marathon viele positive Erinnerungen mit, und sie wird auch in diesem Jahr nicht pausieren. Nächster Lauf ist am 21. Oktober in Kaltenkirchen. „Marathon ist für mich Meditation“, sagt Erika Köhn. „Ich laufe, weil meine Gedanken dann wieder klar werden.“ (jae)
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1 Kommentar
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Christian Hottas aus Wellingsbüttel | 11.10.2012 | 14:47  
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