Bilanz des Juze-Leiters

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Streetworker Nils-Olaf Peters mit den Jugendlichen Igor (16) und Maxi (14) sowie dem Leiter des Zentrum Manfred Ziethen bei einer Partie Billard Foto: Maurer

Manfred Ziethen geht in Ruhestand

Trittau. Offene Jugendarbeit ist vielschichtig: Sie findet nicht nur im Jugendzentrum oder im Bürgerhaus, sondern auch auf den Außenanlagen wie Skateplatz, Dirtpark und überall, wo sich Jugendliche treffen, statt. Seit es das Trittauer Jugendzentrum, 1979 eröffnet, gibt, wird es „offen“ geführt, das heißt, es gibt keine Verpflichtungen an Angeboten teilzunehmen. Das macht es gleichzeitig auch schwerer, Erfolge zu messen und den Kontakt zu halten, denn die Besucher wechseln dauernd. „Im Moment haben wir mehr jüngere Besucher ab elf Jahren, es findet so eine Art Generationswechsel statt“, sagt der langjährige Leiter Manfred Ziethen, der seit 1982 das Juze leitet und im August in Rente geht. Etwa 30 Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren besuchen regelmäßig das Bürgerhaus, weitere 30 Personen tummeln sich auf den Außenanlagen. Verstärkung hat Ziethen vor 13 Jahren durch Sebastian Lindemann bekommen, der in der Sommersaison im Freibad seinen Schwerpunkt hat und im Winterhalbjahr im Juze mitwirkt. Außerdem stieß vor sechs Jahren der Erzieher Nils-Olaf Peters zum Team, der als Streetworker den Kontakt zu den Jugendlichen praktisch überall in Trittau sucht. „Wenn ich irgendwo Jugendliche sehe, halte ich an und versuche, ins Gespräch zu kommen. Manchmal wissen die gar nichts vom Juze, wenn ich die später dort öfter wiedersehe, werte ich das als Erfolg“, sagt der 30-Jährige.
Kürzlich berichtete er dem Sozial-, Sport- und Kulturausschuss (SSK) über seine Arbeit. Er sieht sich als Bindeglied zwischen den Jugendlichen und der Gemeinde und versucht, die Wünsche der jungen Leute der Politik nahe zu bringen. So konnte kurz vor dem Winter eine neue Miniramp auf der Skateanlage aufgebaut werden, die noch offiziell eingeweiht werden soll. Auch eine Sprayerwand hatten sich die Jugendlichen gewünscht, die nun fröhlich bunt gestaltet das Skatergelände belebt. Ein Ärgernis ist nur der achtlos in die Landschaft geworfene Müll. „Da muss ich mir manchmal Beschwerden anhören“, sagt Peters. Auch das Boxtraining in der Campehalle wird gerne wahrgenommen. Peters hat ein offenes Ohr für alle Sorgen der Jugendlichen. Für die Zukunft wünschen sich Ziethen und Peters noch mehr Platz für die Jugendarbeit: „ Die räumliche Situation ist nicht ideal, da sich die Aktivitäten über drei Etagen verteilen. Besser wäre ein ebenerdiger Treffpunkt, von dem eine Werkstatt und Probenräume abgehen“, so Ziethen. Auch die personelle Situation ist aus Ziethens Sicht nicht ausreichend, da nur er eine Vollzeitstelle hat. Das sei auch ein Grund gewesen, dass sich das Juze Trittau nicht an der landesweiten Woche der Offenen Kinder- und Jugendarbeit beteiligt habe. (bm)
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